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Göttinger Fahrzeugbauer Michalke entwickelt Abschlepphilfe

Mit Greifus weniger Unfälle Göttinger Fahrzeugbauer Michalke entwickelt Abschlepphilfe

76 Firmen und Institutionen haben sich um den Innovationspreis 2014 des Landkreises Göttingen beworben. Nicht alle konnten gewinnen, obwohl viele Ideen und Erfindungen einen Preis verdient hätten. Das Tageblatt stellt alle 76 Teilnehmer und ihre Innovationen vor. Heute: GTM Fahrzeugbaumodule mit der Weltneuheit Greifus.

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Stellt seinen Greifus bundesweit den Speditionen vor: Erfinder Günter Michalke.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Geht das? Hält das? Kann der Fahrer das?“ Wer etwas ganz Neues auf den Markt bringt, muss erst einmal viele Fragen beantworten, weiß Günter Michalke (67). Seit Mai besucht der Kfz- und Fahrzeugbaumeister ein, zwei Speditionen pro Woche, um seine Abschlepphilfe für dreiachsige Sattelanhänger vorzustellen. Die Jury, die die Bewerbungen für den Innovationspreis des Landkreises Göttingen sichtete, hat der Chef der Firma GTM Fahrzeugbaumodule überzeugt. In der Kategorie „Unternehmen bis zu 20 Mitarbeitern“ machte er den ersten Platz.

Michalkes Greifus nutzt die Liftachse des Trailers, um einen platten Reifen oder eine kaputte Achse in die Höhe zu heben. So lässt sich innerhalb weniger Minuten ein liegengebliebenes Fahrzeug wieder flott machen. Das dient in erster Linie der Sicherheit. „Es gibt regelmäßig Auffahrunfälle“, weiß der Handwerker. Beim Reifenwechsel werden immer wieder Fahrer von vorbeifahrenden Wagen erfasst.

„Die Polizei, die viel Zeit mit der Sicherung von Unfallstellen verbringt, ist von meinem System angetan“, berichtet der Unternehmer von den Lkw-Sicherheitstagen auf dem Autohof Northeim. Auch Spediteure seien nach Überwindung anfänglicher Skepsis begeistert. Der Grund: Der Fahrer verliert keine Zeit mit Warten auf Hilfe.

2000 Greifüße im kommenden Jahr

Zudem macht der 18 Kilogramm schwere Greifus, das 170 Kilogramm schwere Ersatzrad überflüssig. Dadurch erhöht sich die Nutzlast. Ein Unternehmen kann so im Jahr mehrere 1000 Euro mehr verdienen. Da amortisiert sich der 400 Euro teure Greifus rasch.

Nicht so angetan sind Reifennotdienste und Abschleppunternehmen, die um ihre Geschäfte fürchten. Sie wenden ein, dass die Achslast für die verbleibenden Achsen zu hoch sei oder die Traglast der Reifen überschritten werde. Der Bremsweg verlängere sich. Das ABS werde beeinträchtigt. „Stimmt alles nicht“, stellt Michalke klar.

Seit Mai hat er 600 Stück seines Greifuses, den er sich weltweit patentieren ließ, verkauft. Nächstes Jahr sollen es 2000 Stück werden. Produziert wird die Abschlepphilfe von einem ost- und einem westdeutschen Unternehmen. Michalke selbst beschäftigt mittlerweile eine Sekretärin und einen Packer. Hinzu kommt ein Freiberufler, der ihm beim Marketing und im Vertrieb hilft.

Der 67-Jährige hat früher bei verschiedenen Firmen des Nutzfahrzeugbaus gearbeitet. Vor gut einem Jahrzehnt machte er sich in Göttingen mit einer Ein-Mann-Firma für Motorinstandsetzung selbstständig. In einem Alter, indem andere in Ruhestand gehen, startet er neu durch. Er sieht einen großen Markt: Allein in Europa sind 900 000 Sattelauflieger unterwegs.

Kontakt

GTM Fahrzeugbaumodule, Karl-Arnold-Straße 6d

Telefon 05 51 / 306 78 34

Greifus im Internet: greifus.eu

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