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Göttinger Frauen kämpfen gegen Lohndiskriminierung

„Equal Pay Day“ Göttinger Frauen kämpfen gegen Lohndiskriminierung

In Deutschland verdienen Frauen im Schnitt 20 Prozent weniger als Männer. Auf diese Ungleichbehandlung wollte der zweite bundesweite „Equal Pay Day“, der Tag für Lohngleichheit, aufmerksam machen.

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Informiert sich am Aktionsstand: Edith Bialy (l.) im Gespräch mit Ulrike Wenzel.

Quelle: Christina Hinzmann

Am Aktionsstand vor dem Alten Rathaus dominiert eine Farbe: Rot der Londonbus, rot die Luftballons und rot die Beutel auf denen das Logo des Equal Pay Day prangt. „Die rote Tasche soll für die roten Zahlen in den Portemonnaies der Frauen stehen, die durch geringere Löhne entstehen“, erläutert Doris Körner, Vorsitzende des Göttinger Business and Professional Women-Club (BPW). Diese Ungerechtigkeit wolle man – gemeinsam mit anderen Frauengruppen – an diesem Tag entgegenwirken. Dazu habe man die Aktion „Unhappy Hour“, die „Unzufriedene Stunde“, bei der Göttinger Geschäfte mit Frauen-Rabatten das Lohnminus symbolisch mindern, initiert. Besonders die Herren beäugen den Infostand misstrauisch. Doch spätestens die rote Gratis-Stofftasche mit Kugelschreiber lässt die Hemmschwelle des einen oder anderen sinken. Insgesamt sind die Reaktionen gemischt. „Wir mussten uns auch beschimpfen lassen“, berichtet Beate Klahr vom BPW. Wie viele hier hat auch sie sich für diesen Tag frei genommen. 

Gleicher Lohn für gleiche Arbeit

Auf der anderen Seite steht ein großes Informationsbedürfnis seitens Frauen aller Altersgruppen. Viele sind – direkt oder indirekt – betroffen. Wie die Göttingerin Edith Bialy, deren Tochter seit langer Zeit Pflegekinder betreut – und das fast kostenlos. „Aufklärung ist dringend nötig“, meint Bialy. 

Das Problem der Lohnungleichheit hat viele Facetten, das wird in den Gesprächen am Stand deutlich. Auf der einen Seite stehen strukturelle Probleme: Frauen in Teilzeit, der „Karriereknick Kind“, die wenigen Frauen in Führungspositionen, die Tendenz von Frauen zu sozialen Berufen, die oft schlecht bezahlt würden. Auf der anderen Seite, betont Doris Körner, stehe auch eine psychologische Komponente. „Für Frauen steht die Bezahlung oft nicht so sehr im Mittelpunkt, und es mangelt an Durchsetzungskraft.“ 

Doch schlußendlich müsse ein Grundsatz gelten, meint Christine Müller, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Göttingen: „Gleicher Lohn für gleiche Arbeit“. „Da muss man hartnäckig sein“, meint Körner kämpferisch. 

                                                                                                                         Von Erik Westermann

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Jürgen Weber wirkt ein wenig erschöpft. Elf oder 13 Gespräche hat er geführt. So genau weiß er es nicht mehr. Kein Wunder, bei der Aktion zum Equal Pay Day herrscht fliegender Wechsel an den Tischen der sechs Berater. Auf ihren Visitenkarten stehen Titel wie „Systemischer Coach“, „Coach und Konfliktmoderator“ oder „Führungskräftetrainer und Coach“.

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