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Göttinger Goethe-Institut in der Kritik

Honorarverträge Göttinger Goethe-Institut in der Kritik

Göttingen. Keine Sozialabgaben, schlechte Bezahlung, freie Honorarlehrer des Goethe-Instituts beklagen schlechte Arbeitsbedingungen. Die Rentenversicherung prüft den Fall.

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In der Kritik: das Göttinger Goetheinstitut.

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. Das Goethe-Institut steht in jüngster Zeit immer häufiger in der Kritik. Seit Ende Januar ist das Goethe-Institut, gern als Deutschlands Aushängeschild in Sachen Sprache und Kultur bezeichnet, mit seinen zwölf Niederlassungen in Deutschland in arge Bedrängnis geraten. Nun äußern sich auch Göttinger Honorarkräfte kritisch über die Arbeitsbedingungen an der renommierten Sprachschule. „Als selbständige Lehrkräfte sind wir rentenversicherungspflichtig. Das Goethe-Institut übernimmt aber keinerlei Beiträge zur Sozialversicherung, d.h. von unserem Honorar mussten wir sowohl den Arbeitnehmer- als auch den Arbeitgeber-Anteil bestreiten“, erzählt ein freier Mitarbeiter, der anonym bleiben will.

Für die Leitung der Sprachkurse im Inland würden zum größten Teil „freie“ Honorarkräfte eingesetzt, die als Selbständige geführt werden. „Das Goethe-Institut profitierte über viele Jahre von unserer prekären Beschäftigungssituation. Es lässt uns bei sich abzeichnenden Schwierigkeiten sofort fallen. Es verlangt hohe Qualifikation und vollen Einsatz, übernimmt aber selbst keinerlei Verpflichtungen“, so die Vorwürfe.

Diese Selbständigkeit wird nun von der Deutschen Rentenversicherung angezweifelt, sie prüft, ob es sich nicht eher um „Scheinselbständigkeit“ handelt und der Auftraggeber Goethe-Institut auf diese Weise versucht, die Zahlung von Sozialversicherungsbeiträgen zu umgehen. Eine Folge der aktuellen Prüfung ist, dass die Direktion der Goethe-Institute Deutschland Ende Januar allen freien Mitarbeitern mitteilen musste, dass man ihnen ab sofort keine neuen Aufträge mehr erteilen könne, bis gemeinsam mit der Deutschen Rentenversicherung eine Lösung gefunden ist.

Verständnis für Honorarkräfte.

Nicht neu sind die Vorwürfe für Gabriele Stiller-Kern, Sprecherin des Goethe-Institutes. Die freien Honorarkräfte werden nach Bedarf eingesetzt, weil dieser naturgemäß am Goethe-Institut schwanke. „Im Sommer geben wir mehr Kurse als im Frühjahr“, erklärt Stiller-Kern. Man habe aber grundsätzlich Verständnis für die Freien. „Uns ist bewusste, dass diese Situation bei einigen Honorarlehrkräften zu sozialen Härten führt und bedauern das sehr“, sagt sie. Man suche derzeit nach geeigneten Lösungen. Da es sich um ein laufendes Verfahren mit der Rentenversicherung handele, will sich der Vorstand des Goethe-Instituts zu den Vorwürfen nicht äußern. Die situation in Göttingen sei allerdings weniger prekär, als es die freien darstellen. Immerhin wurden in den vergangenen drei Monaten zwei unbefristete Verträge mit ehemaligen freien abgeschlossen. Zudem wurde eine Lehrkraft unbefristet eingestellt.

Von Berhard Marks

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