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Göttinger Jungunternehmer entwickeln Software

Innovationspreis Göttinger Jungunternehmer entwickeln Software

101 frische Ideen bewarben sich um den Innovationspreis 2015 des Landkreises Göttingen. Wir stellen die Teilnehmer und ihre Beiträge vor. Heute: „cpm systems“

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Philipp Ballhausen und Markus Werner haben eine Software zur Studienorganisation entwickelt.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Den Semesterablauf zu organisieren, ist seit Einführung der modularisierten Studiengänge nicht mehr ganz so einfach. Die Gründer des Göttinger Startups „cpm systems“, Philipp Ballhausen und Markus Werner, haben dafür eine Plattform entwickelt, die Studenten ihre Planung erleichtern soll. 

Früher war es so: Die Studenten besorgten sich am Anfang ihres Studiums eine  Studienordnung und vor jedem Semesterbeginn ein Vorlesungsverzeichnis. In dem schlugen sie die für sie relevanten Veranstaltungen nach und besuchten sie.
Heute ist das anders – die Studenten absolvieren Module.

Um ein solches erfolgreich zu bestehen, müssen sie häufig verschiedene Veranstaltungen miteinander kombinieren, zum Beispiel zu zwei Vorlesungen einer Vorlesungsreihe gehen, einen Teilabschnitt eines Seminars belegen sowie ein Tutorium besuchen. Bei rund fünf Modulen pro Semester bedeutet die Zusammenstellung eine, wie Werner sagt, „zeitaufwändige und häufig nervenaufreibende“ Arbeit. Auch wenn man sich versieht  und eine Veranstaltung, die nur einmal im Jahr angeboten wird, nicht belegt – dann kann es passieren, dass man sein Modul nicht abschließen kann und ein ganzes Semester verliert.

Dem wollten Werner (25) und sein gleichaltriger Geschäftspartner abhelfen. In Zusammenarbeit mit und für die sozialwissenschaftliche Fakultät der Universität Göttingen entwickelten die beiden Master-Studenten der Wirtschaftsinformatik eine Plattform, welche die Daten aus zwei bereits vorhandenen Uni-Portalen bündelt und die Modul-Zusammenstellung enorm erleichtert.

So sehr waren die Sozialwissenschaftler zufrieden, dass auch andere Fakultäten Plattformen für ihre Studiengänge in Auftrag gaben. Mittlerweise sind es rund 16000, also mehr als die Hälfte der über 30000 Studenten der Georgia-Augusta, die mit Hilfe einer Plattform von „cpm systems“ ihr Studium organisieren.

Für das Zwei-Mann-Unternehmen, das seinen Sitz im „Zentrum für Entrepreneurship“ der Privaten Hochschule (PFH) hat, ist die Modul-Plattform die zweite größere Software-Entwicklung; die erste war eine Lernmittelverwaltung für Schulen.

In Göttingen sehen die beiden Jungunternehmer eine Gründerkultur heraufziehen: „Es ist eine Dynamik zu spüren und eine beginnende Vernetzung festzustellen.“ Was den Innovationspreis anbelangt, wünschen sie sich, dass es – neben den Sonderpreisen für Umwelt, Messtechnik, Wissenschaft sowie Bildung und Soziales – in Zukunft auch einen Sonderpreis in der Kategorie IT gibt.

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