Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
Göttinger Labor kämpft gegen Produktpiraterie

Kinegramme auf Metall Göttinger Labor kämpft gegen Produktpiraterie

Je nach Blickrichtung schillern sie in unterschiedlichen Farben. Kinegramme, oft fälschlich Hologramme genannt, dienen unter anderem auf Geldscheinen als Sicherheitsmerkmal. Das Laser-Laboratorium Göttingen (LLG) will sie in einem Verbundprojekt bis 2016 im Kampf gegen Produktpiraterie nutzen.

Voriger Artikel
Mitarbeiter der Göttinger Digital-Media-Abteilung von my.worX ziehen um
Nächster Artikel
Obermeister der Tischler-Innung spricht 17 Auszubildende frei

Schillert bunt: Peter Simon vom Laser-Laboratorium Göttingen zeigt ein Kinegramm, das direkt auf Metall eingraviert wurde.

Quelle: Heller

Göttingen. „Bisher werden die Kinegramme auf hauchdünnen metallisierten Plastikfolien erzeugt“, erläutert Peter Simon. Der promovierte Physiker leitet beim Laser-Laboratorium die Abteilung Ultrakurzpuls-Photonik. Die Folien mit den Kinegrammen werden auf den eigentlichen Gegenstand, etwa eine Banknote, aufgeklebt.

 

Im Verbundprojekt geht es um die unmittelbare Aufbringung der Strukturen auf den zu schützenden Gegenstand, etwa auf Edelstahl-Bauteile für die Auto- und Luftfahrtindustrie. Es lassen sich aber auch Stempel erzeugen, mit denen die Strukturen auf Kunststoffgegenstände aus der Spritzgussfertigung übertragen werden. Ein weiteres Anwendungsfeld stellt das Designen von Oberflächen dar. Im Verbundprojekt, das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, arbeiten vier Firmen mit.

 

In Simons Abteilung befasst sich der wissenschaftliche Angestellte Jan-Hendrik Klein-Wiele seit mehr als zehn Jahren mit solchen Anwendungen. In einem früheren Forschungsprojekt wollte das LLG mit Partnern Euro-Münzen mit Kinegrammen gegen Falschmünzerei schützen. Am Ende entstand ein Verfahren, aber die Entscheidungsprozesse bei der Europäischen Zentralbank und ihren Partnern erwiesen sich als komplex und verhinderten so eine Umsetzung. Zudem dauerte die Erzeugung des Sicherheitsmerkmals mit der damaligen Methode mit einer Minute zu lange.

 

„Seither ist es uns gelungen, die Größe der Kinegramme von einem Quadratmillimeter auf einige Quadratzentimeter auszuweiten“, erklärt Simon. Die Herstellung dauere nun nur noch einige Sekunden. Jedes beliebige Motiv lasse sich übertragen. Das Werkstück müsse nicht bewegt werden.

 

Der Kinegramm-Effekt wird durch eine feine Gitterstruktur erzeugt. Sie weist eine sich wiederholende Struktur in der Größe von etwa einem Mikrometer (Tausendestel Millimeter) auf. Das Gitter beugt einfallendes Licht und erzeugt so die schillernden Effekte. Um die Gitter auf Metallflächen zu erzeugen, sind ultrakurze, Pikosekunden (Billionstel Sekunden) lange Laserblitze notwendig. Sie bringen das zu entfernende Material zum Verdampfen. Bei der herkömmlichen Laserbeschriftung sind die Laserblitze um den Faktor 1000 länger.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 139,36%
Polar Capital Fund AF 103,07%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt