Volltextsuche über das Angebot:

15 ° / 10 ° Sprühregen

Navigation:
Göttinger Lokhalle wird zum Gesundheits-Treff

13 000 Besucher Göttinger Lokhalle wird zum Gesundheits-Treff

Mehr als 13 000 Besucher waren am Wochenende, 12. und 13. Februar, auf der dritten Messe „Göttinger Gesundheit“. In der Lokhalle zeigten 160 Aussteller ihre Produkte und Dienstleistungen zu den Themen Vorbeugen, Heilen, Wohlfühlen. 40 Vorträge hatte Veranstalter Andreas Bosk organisiert.

Voriger Artikel
VW schließt Rückruf von Dieselmotoren in den USA aus
Nächster Artikel
IG Metall ruft zu Aktionstag gegen befristete Jobs auf

Zum dritten Mal „Göttinger Gesundheit“: 160 Aussteller in der Lokhalle, 40 Vortragsveranstaltungen von regionalen Experten.

Quelle: Heller

„Ein bisschen Bewegung muss ja sein“, sagt Nick. Der 17-Jährige steht auf einem Balance-Trainer. Allein durch seine Bewegungen füllt er auf einem Bildschirm Äpfel in ein Körbchen. Nick hat eine spastische Tetraparese, erklärt seine Brigitte Bielefeld. Ihr Sohn, der sonst im Rollstuhl sitzt, hat Spaß an dem Spiel. Zum vierten Mal schon sammelt er, stehend und sicher angeschnallt, die Äpfel der Spielekonsole ein. Der Balance-Trainer am Stand des Göttinger Sanitätshauses ORT eignet sich für diverse therapeutische Einrichtung, erklärt Mitarbeiter Marco Wegener. In Alten- und Pflegeheimen, auch für Wachkoma-Patienten könne man den Balance-Trainer nutzen. „Der ganze Bewegungsapparat wird aufgerüttelt“, erklärt er.

Ruhiger geht es am Stand von Betten-Heller zu. Inhaberin Susanne Ochmann zeigt Bettensysteme für erholsamen Schlaf. Die Messebesucher strecken gern mal ihre Glieder auf Tempur und Lattoflex aus oder testen Nackenstützkissen. Ochmann freut sich über interessierte Besucher, die Zeit mitbringen. Die Göttinger Geschäftsfrau glaubt: „Der Messestand lohnt sich.“

Gesundes Wasser ist das Thema am Stand der Stadtwerke. Dort wird echtes Göttinger Wasser ausgeschenkt – schön kühl, mit und ohne Kohlensäure. „Es soll ja eines der besten Wasser sein“, hat eine Besucherin gehört. Die 30-Jährige möchte eine Trinkwasser-Analyse. Pressechef Klaus Plaisir hat alles dabei. „Sehr gut, sehr weich“, urteilt die Besucherin an der Trinkwasserbar, die die Stadtwerke das erste Mal einsetzen. Die Theke kann man bei den Stadtwerken mieten, sagt Plaisir.

Dass es schwer ist, einen Helikopter zu fliegen, erfährt man am Stand der DRF Luftrettung. Im Hubschrauber B0 105 können die Besucher ihre Flugtauglichkeit am Simulator testen. „Ganz schön schwierig“, findet Tobias Laudahn nach der „Landung“. Der Pilot verrät: „Hubschrauber steuern ist die Königsdisziplin des Fliegens.“ Der DRF nehme deshalb auch nur Piloten von der Bundeswehr, erklärt Dennis Dehos von der DRF-Werbung. Sie seien stressresistent und könnten in Ausnahmezuständen agieren. Für die DFR Luftrettung fliegen 500 Ärzte und 32 Piloten.

Am Sonnabend sind bereits 6000 Besucher in den Messenhallen, unter ihnen Loni Schatz . Schon um kurz nach 10 Uhr sind die Göttingerin und ihr Bekannter aus Uslar, Horst Pieper, an den Ständen. Den ganzen Tag schauen sie sich um, lassen sich auf ihr Herzinfarkt-Risiko testen, besuchen ihren Apotheker am Stand. „Wir kommen wieder“, steht für die beiden fest.

1 Millionen Menschen leiden in Deutschland an Stuhlinkontinenz. Die meisten davon sind Frauen mit Beckenbodenproblemen. Darüber und wie man helfen kann, informiert Dr. Michael Mügge an seinem Stand. Der Mediziner aus der Praxis für Koloproktologie und chirurgische Endoskopie empfiehlt Darmspiegelungen ab dem 50 Lebensjahr. Über genetische Ursachen von Darmkrebs berichtet Prof. Dr. Wolfgang Engel. Der Humangenetiker der Göttinger Universitätsmedizin weiß, dass 10 Prozent der Erkrankungen erblich bedingt sind. Auch er ist ein Verfechter der Vorsorge: „Prävention ist immer billiger als Therapie.“

40 Vorträge rund ums Thema Gesundheit sind auf der Messe zu hören. Fast immer sind die Stuhlreihen besetzt. Viel los ist auch am Stand des Weender Krankenhauses. Dort ist ein komplettes Intensiv-Zimmer aufgebaut – für extrem übergewichtige Patienten, Menschen mit Adipositas. Das so genannte Baribett kann Patienten mit einem Gewicht bis zu 386 Kilo tragen, erklären die Krankenschwestern. In einem Spezialanzug können die Besucher testen, wie man sich mit 150 Kilo mehr am Körper fühlt. „Deutlich eingeschränkt in der Bewegung“, urteilt Srbislav Samonovac in gewichtiger Verkleidung.

Von Hanne-Dore Schumacher

Kommentar von Hanne-Dore Schumacher

Das hat sich gelohnt. Wer am Wochenende die Messe „Göttinger Gesundheit“ in der Lokhalle besucht hat, bekam für 5 Euro Eintritt Superinformationen. Die Universitätsmedizin, das Weender Krankenhaus, Göttinger Fachpraxen, Mündener Transplantions-Experten, Apotheken, Fachgeschäfte – alle hatten ihre besten Leute an die Stände geschickt, oft die Chefs persönlich. Nicht nur personell, auch technisch waren die 160 Aussteller perfekt organisiert, boten jede Menge Tests, prüften was im Rahmen einer Messe möglich ist. Die aufwendig bestückten Stände wurden von interessierten, gut vorbereiteten Besuchern genutzt. Viel Zeit ließen sich sowohl Besucher als auch Aussteller für die Kommunikation. Eine geglückte Veranstaltung, die vom hohen Niveau her fast Kongress-Charakter hatte.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 12.634,50 +0,58%
TecDAX 2.403,00 +0,17%
EUR/USD 1,1894 -0,84%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

RWE ST 20,88 +3,87%
THYSSENKRUPP 26,05 +3,05%
E.ON 9,46 +2,97%
FRESENIUS... 68,95 -1,05%
INFINEON 20,66 -0,85%
DT. BANK 13,72 -0,51%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 141,47%
Allianz Global Inv AF 111,20%
Commodity Capital AF 108,68%
Crocodile Capital MF 99,99%
Apus Capital Reval AF 87,41%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt
Sommerfest der Südniedersächsischen Wirtschaft