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Kein „Bapp, Bapp“ mehr

An der Sanierung der Hamburger Köhlbrandbrücke beteiligt Kein „Bapp, Bapp“ mehr

Sie ist Deutschlands zweitlängste Straßenbrücke und die Lebensader des Hamburger Hafens. Seit zwei Jahren wird die 3,6 Kilometer lange Köhlbrandbrücke saniert. Mit dabei ist die Göttinger Mageba GmbH, die das Bauwerk mit Dehnfugen ausgestattet hat. Sie ermöglichen es dem Stahl und Asphalt, zu arbeiten.

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Die Köhlbrandbrücke in Hamburg.

Quelle: R

Göttingen. „Bei Kälte zieht sich ein Brückenabschnitt zusammen, bei Wärme dehnt er sich aus“, erläutert Geschäftsführer Stefan Adam. Bei 800 Meter langen Bauteilen seien das Längsbewegungen von einem Meter. Sie gelte es, über Fugen abzufangen. Die Mageba habe in Hamburg Lamellenfugen verbaut. Bei ihnen seien Stahl-Lamellen mit Gummiprofilen verbunden, was ihnen das Aussehen einer Ziehharmonika gebe. Das Gummi verhindere, das Wasser und Streusalz eindrängen. So würden Schäden am darunterliegenden Stahl und Beton vermieden. Die zuvor an der Brücke eingesetzten Rollverschlüsse, bei denen über einen Gleitbock rollende Platten die Bewegungen ausglichen, könnten das nicht.

„Zur Lärmminderung bedecken nun sogenannte Sinusplatten die Dehnfugen“, berichtet Uwe Schlimpert, der Leiter der Projektausführung. Das verhindere das laute „Bapp, Bapp“ beim Überfahren. Immerhin nutzten täglich 30000 Fahrzeuge die Köhlbrandbrücke, darunter viele Lkw. Den Zuschlag habe Mageba, die nicht das günstigste Angebot abgegeben hätte, nicht zuletzt wegen einer technischen Innovation erhalten: Die Fuge lasse sich für Reparaturen mit einem Kran herauszuheben.

„Acht Dehnfugen haben wir auf der Köhlbrandbrücke verbaut, vier pro Fahrtrichtung“, sagt Geschäftsführer Adam. Jedes Mal seien sie für die Montage mit fünf Personen vier Wochen lang vor Ort gewesen. Gefertigt worden seien die Fahrbahnübergänge im Mageba-Schwesterwerk am Bodensee. 300 Projekte setzten sie pro Jahr um. Nicht alle seien so spektakulär wie das in Hamburg.

Adam sieht viel Arbeit auf das Unternehmen zukommen. Der Bund müsse die vielen Spannbetonbrücken aus den 70er-Jahren sanieren beziehungsweise ersetzen. Sie litten unter dem stark zugenommenen Verkehr, insbesondere von schweren Lkw. Bei der Bahn, die viele 100 Jahre alte Brücken habe, gebe es einen Investitionsstau. Die Mageba wolle expandieren. In der Zentrale in Göttingen, wo derzeit 70 Personen in den Bereichen Vertrieb, Planung, Montage und Verwaltung arbeiteten, würden Ingenieure und Monteure benötigt.

Schweizer Konzern

Die Mageba GmbH ist ein Tochterunternehmen der Schweizer Mageba SA, die 1963 gegründet worden ist. Der Konzern beschäftigt heute weltweit mehr als 800 Mitarbeiter, darunter mehr als 100 Ingenieure. Die Mageba übernahm 2014 die RW Sollinger Hütte mit Sitz in Uslar. Der Sitz der deutschen Tochtergesellschaft, einer von weltweit 15 Firmen, wurde nach Göttingen verlegt. Dort nutzt das Unternehmen einen 3750 Quadratmeter großen Hallenkomplex Im Rinschenrott 3a. Die Mageba fertigt und montiert neben Dehnfugen auch Bauwerkslager. In den vergangenen zehn Jahren hat sie zudem die Geschäftszweige Erdbebenschutz und Bauwerksüberwachung ausgebaut.

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