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Göttinger Mageba GmbH will kräftig wachsen

Müde Brücken bringen Wachstum Göttinger Mageba GmbH will kräftig wachsen

Der Standort ist gut, die Immobilie passt. Stefan Adam, Geschäftsführer der Mageba GmbH, ist zufrieden mit dem neuen Firmensitz Im Rintschenrott 3A.

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Topflager für die Kochertalbrücke: Geschäftsführer Michael Schmidberger und Stefan Adam (rechts) am Neun-Tonnen-Lager.

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Das Unternehmen, das im Februar 2014 aus der Fusion von Mageba und RW Sollinger Hütte hervorgegangen ist, will von Göttingen aus den deutschen Markt versorgen. Mageba fertigt und montiert Lager und Fahrbahnübergänge für Brücken.
500 000 Euro haben Immobilienbesitzer (Familie Bayer) und Mageba in die Deutschlandzentrale der Schweizer Mageba SA investiert. Der Hallenkomplex wurde 1978 von der Firma Weber erbaut, später von der Esda Fahrzeugwerk GmbH bis zu deren Insolvenz genutzt. 3750 m2 Halle, Büro und Lager können die neuen Mieter nutzen.

Mit den Produkten, die das weltweit tätige Unternehmen herstellt, hat jeder Autofahrer zu tun. Ihre Fahrbahnübergänge (Dehnfugen) verhindern das Einstürzen von Brückenbauten. Eine ein Kilometer lange Brücke hat eine Längsbewegung von circa einem Meter, erklärt Adam dazu. Die Stabilität ermöglichen Brückenlager und Fahrbahnübergänge.

Am Standort Göttingen werden Spezialkomponenten für Brücken gefertigt. Sanierung des Altbestandes ist ein großes Thema im Rintschenrott, wo etwa Stahlkonstruktionen für denkmalgeschützte Brücken produziert werden. Keine Fließbandarbeit, Sonderanfertigungen, just-in-time. Ein Beispiel ist die U-Bahnlinie 2 in Berlin. Baufällige Viaduktbauten wurden in den Jahren 2009/10 mit Komponenten der Sollinger Hütte erneuert. Ein 20-Millionen-Auftrag.

Göttinger Experten an der Arbeit

Der Austausch von Lagern an der Kochertalbrücke bei Schwäbisch-Hall an der A6 wird von Göttingen aus bewerkstelligt. Dort wechseln Monteure Topflager, die eine Traglast von 9000 Tonnen haben, auf Pfeilern in einer Höhe von 185 Metern aus, berichtet Michael Schmidberger, 47-jähriger Geschäftsführer. Die neun Tonnen schweren Topflager kommen aus chinesischer Mageba-Produktion. „Ohne unsere Teile funktioniert keine Brücke“, sagt Schmidberger, der vor der Fusion Chef der Sollinger Hütte war.

Wenn es Staumeldungen im Bereich der Rader-Hochbrücke oder der Hamburger Köhlbrandbrücke gibt, dann könne es sein, dass Göttinger Experten an der Arbeit sind, erklärt Adam. Die Spezialisten aus Südniedersachsen sind in der Lage, Brücken zu wiegen oder deren Bewegung zu messen, erklärt Adam das Brücken-Monitoring.

Der Eichsfelder Bauingenieur und Betriebswirt weiß, dass in den kommenden Jahren viel Arbeit bevorsteht. Die meisten Brücken in Deutschland seien aus den 70er Jahren, als die Spannbetonbauweise noch in den Kinderschuhen steckte. Der Schwerlastverkehr und die Belastungen der Brücken habe zudem deutlich zugenommen. Eine 40-Tonner-Überquerung „ermüde“ die Brücken genauso wie 30 000 bis 40 000 Pkw.

Mageba

Das Unternehmen für Maschinen - und Anlagenbau wurde 1963 in Zürich von Ingenieur Reinhold Huber, dem Erfinder der Lamellenfuge, gegründet. Seit 51 Jahren werden Brückenlager und Fahrbahnübergänge konstruiert, produziert, vertrieben und montiert. Mageba hat Tochtergesellschaften in Deutschland, Österreich, China, Indien, der Türkei, Korea, Russland und den USA. Die Schweizer machten 2013 mit rund 500 Mitarbeitern weltweit circa 80 Mio. Euro Umsatz.

Das Göttinger Werk zählt 80 Beschäftigte, das Gros kommt aus der RW Sollinger Hütte in Uslar (gegründet 1715 als königliche Eisenhütte). Die Fusion mit der Mageba erfolgte im Februar 2014.

RW Sollinger Hütte war seit 2004 ein Unternehmen der Reisner & Wolff Engineering in Wels, bis die Österreicher im Oktober 2013 in die Insolvenz gingen. Mageba und RW Sollinger Hütte waren bis dahin Wettbewerber.

Die Göttinger Mageba GmbH erzielt einen Umsatz von 25 Mio. Euro mit 100 Beschäftigten im Bundesgebiet. Die Deutschlandzentrale unterhält Vertriebsbüros in Stuttgart, München, Berlin, Augsburg und Frankfurt und plant ein Wachstum von 8 bis 10 Prozent im Jahr. Mageba sucht neue Mitarbeiter.

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