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Mathe-Studentin wechselt ins Handwerk

Göttingen Mathe-Studentin wechselt ins Handwerk

„Die Wissenschaftler lassen sich die witzigsten Sachen einfallen“, meint Verena Börger (27). Beim Göttinger Max-Planck-Institut auf dem Faßberg hat sie Tischlerin gelernt. Nach der Gesellenprüfung belegte sie bei den Landesmeisterschaften in ihrem Handwerk den dritten Platz.

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Die Göttinger Studentin Verena Börger ist Niedersachsens drittbeste Tischergesellin.

Quelle: r

Göttingen/Hildesheim. „Das ist eine schöne Bestätigung“, freut sich Börger. Ihr gutes Abschneiden habe sie nicht zuletzt auch der vielseitigen Ausbildung beim Forschungsinstitut zu verdanken. „Unsere bisher neun weiblichen Auszubildenden wurden viermal südniedersächsische Innungssieger, dreimal Hildesheimer Kammersieger, zweimal niedersächsische Landessieger und einmal Bundessieger“, berichtet stolz Börgers Ausbilder, Tischlermeister Thomas Böttcher.

Börger fertigte im Team mit ihren Kollegen – neben dem Meister noch zwei Gesellen – und in enger Absprache mit den Forschern Laboraufbauten an. Damit sie sich mit den ausländischen Wissenschaftlern verständigen konnte, erhielt sie Englischunterricht. „Während der Ausbildung stand ich nicht nur an Säge und Hobelbank, sondern befasste mich unter anderem auch mit Restauration und Verfahrenstechnik“, erzählt sie. Neben Holz arbeitete sie mit Kunststoff und Glas.

Mittlerweile studiert Börger, die aus der Region Osnabrück stammt, an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Hildesheim Holzingenieurwesen mit dem Schwerpunkt Konstruktion. Da kommen ihr die Kenntnisse aus dem Mathematikstudium zugute, das sie nach dem Abitur begonnen hatte. Nach fünf Semestern orientierte sie sich neu. „Ich wollte nach der vielen Theorie etwas Praktisches machen“, erzählt sie.

„Für das Tischlerhandwerk entschied ich mich, weil mir der warme Werkstoff Holz immer schon gefallen hat“, sagt Börger. Sie wollte die praktischen Fertigkeiten erwerben, um ihre Ideen selbst in die Praxis umzusetzen: etwa einen Barschrank ohne einen einzigen 90-Grad-Winkel. Sie hat ihn als Gesellenstück in 120 Arbeitsstunden angefertigt. Heute steht das ausgefallene Möbelstück in ihrem WG-Zimmer in Hildesheim.

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