Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Göttinger Mittelständler investieren in Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Rente mit 67 Göttinger Mittelständler investieren in Gesundheit ihrer Mitarbeiter

Investitionen in die Gesundheit der Mitarbeiter zahlen sich für Unternehmen aus, berichten Konzerne. Der Krankenstand sinke, die Motivation der Beschäftigten steige, die Attraktivität als Arbeitgeber nehme zu. Das beginnt sich auch bei Mittelständlern herumzusprechen.

Voriger Artikel
Gewerkschaftler referiert zum Mindestlohn in Göttingen
Nächster Artikel
Zeiss-Standort Göttingen soll massiv verkleinert werden
Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Als unser Krankenstand 2011 auf zwölf Prozent gestiegen war, handelten wir“, berichtet Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe. Wo die Probleme liegen, sei bekannt. „Wer jahrelang Bus fährt, hat irgendwann mit Rückenschmerzen zu kämpfen“, sagt Neugebauer. Das Unternehmen bezuschusst nun Eintrittskarten fürs Schwimmbad sowie Mitgliedschaften in Fitnessstudios.

„Busfahren belastet aber auch psychisch“, weiß Neugebauer. Schulkinder lärmen, Radfahrer jagen rechts und links am Bus vorbei und Fahrgäste schimpfen über Verspätungen. Damit die Fahrer mit dem Stress umgehen lernen, haben die Verkehrsbetriebe mit der Berufsgenossenschaft ein Projekt gestartet. Die Fahrer üben dort unter anderem mit einem Trainer in Rollenspielen, angemessen zu reagieren.

Derzeit plant das Unternehmen, Fahrer, bei denen sich gesundheitliche Probleme abzeichnen, vorbeugend für ein paar Stunden am Tag für andere Tätigkeiten wie Kontrolldienst oder Werkstattarbeit abzustellen. „Angesichts des steigenden Renteneintrittsalters müssen sie länger durchhalten“, so Neugebauer. Bisher gingen die meisten Busfahrer mit Anfang 60 in Altersteilzeit. Die bisher ergriffenen Maßnahmen zeigten Erfolg. Der Krankenstand sei auf 9,5 Prozent gesunken.

„Wir wollen als Arbeitgeber noch interessanter werden“, sagt Katja Thiele-Hann, geschäftsführende Gesellschafterin der Bäckerei Thiele. Gemeinsam mit der Innungskrankenkasse IKK Classic hat der Handwerksbetrieb ein Projekt zum Gesundheitsmanagement gestartet. In einer gerade laufenden Fragebogenaktion sollen die 300 Bäckereifachverkäuferinnen in den 45 Filialen sagen, wann und wo sie die Arbeit belastend finden. Anschließend sollen Maßnahmen folgen. „Gegebenenfalls werden Maschinen höher gesetzt, Schulungen zum Heben und Tragen anberaumt oder mobile Masseure engagiert“, kündigt Thiele-Hann an.

„Wir müssen über gesundheitliche Prävention am Arbeitsplatz nachdenken“, forderten die 26 Mitarbeiter der Volksheimstätte Göttingen bei einem Zukunftsworkshop. „Wir hatten uns gemeinsam Gedanken gemacht, wie sich unser Unternehmen in den kommenden Jahren entwickeln soll“, erläutert Vorstand Heike Klankwarth. In einem ersten Schritt wurden in diesem Jahr die Arbeitsplätze der Büromitarbeiter von externen Fachkräften analysiert. Haben Stuhl und Tisch für den jeweiligen Mitarbeiter die richtige Höhe? Steht der Bildschirm zu weit entfernt? Demnächst wollen die Beschäftigten gemeinsam eine Rückenschule absolvieren. „Das soll auch die Gemeinschaft unter uns stärken“, betont Klankwarth. Und jeden Dienstag steht nun ein Korb mit frischem Obst in der Küche.

Von Michael Caspar

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 11.187,50 +0,07%
TecDAX 1.742,00 +0,52%
EUR/USD 1,0593 -0,19%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FMC 76,69 +2,79%
FRESENIUS... 69,95 +2,42%
MERCK 94,07 +1,64%
DT. BANK 17,40 -2,93%
VOLKSWAGEN VZ 126,47 -1,27%
THYSSENKRUPP 23,78 -1,18%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Stabilitas PACIFIC AF 164,92%
Structured Solutio AF 163,72%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 112,08%
Fidelity Funds Glo AF 98,25%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt