Volltextsuche über das Angebot:

4 ° / -2 ° Nebel

Navigation:
Göttinger Sonnenforscher: UV-Strahlung beeinflusst Klima stark

Klimamodell Göttinger Sonnenforscher: UV-Strahlung beeinflusst Klima stark

Die ultraviolette Strahlung von der Sonne trägt mit etwa 60 Prozent stärker zur Schwankung der gesamten Strahlungsintensität unseres Sterns bei als bisher gedacht. Das haben Untersuchungen von Wissenschaftlern des Göttinger Max-Planck-Instituts für Sonnensystemforschung (MPS) ergeben.

Voriger Artikel
Coherent Laser Systems ermöglicht Herstellung flexibler Bildschirme
Nächster Artikel
Jäger-Werk in Osterode fertigt 250 Millionen Teile im Jahr

Projektleiterin: Natalie Krivova

Quelle: EF

Göttingen. Die Schwankung der Strahlungsintensität der Sonne im Verlauf mehrerer Jahre und Jahrzehnte ist ein wichtiger Parameter in Klimamodellen.

Die MPS-Forscher stellten fest, dass der Einfluss der klimawirksamen ultravioletten (UV-)Strahlung in solchen Rechnungen bisher unterschätzt wurde. Statt wie bisher angenommen knapp 30 Prozent, trägt die UV-Strahlung etwa 60 Prozent zur Schwankung der Sonnenintensität bei.

Anders als bei anderen Herangehensweisen bestimmen die MPS-Forscher die Intensität der Sonnenstrahlung anhand von magnetischen Vorgängen auf der Sonne: Sie werten die Anzahl und Leuchtkraft von hellen und dunklen Bereichen auf der Sonnenoberfläche aus, die sich kontinuierlich verändern.

Das Modell der Göttinger ist das erste, das stärker physikalische Zusammenhänge auf der Sonne selbst berücksichtigt. „Wir leiten die Strahlungsintensität der Sonne aus physikalischen Vorgängen ab, die sich auf ihrer sichtbaren Oberfläche abspielen“, erklärt die Leiterin des Projekts Dr. Natalie Krivova vom MPS.

„Besonders die verlässlichsten Satellitendaten können wir mit unserem Modell gut rekonstruieren“, beschreibt Dr. Kok Leng Yeo vom MPS, Erstautor der Studie. Von den Ergebnissen anderer Modelle unterscheiden sich die der Göttinger Forscher vor allem beim Einfluss der UV-Strahlung.

Statt wie bisher gedacht knapp 30 Prozent, trug diese Strahlung in der Zeit von 1992 bis 2004 etwa 60 Prozent zu den Intensitätsschwankungen der Sonne bei. Abweichende Ergebnisse anderer Modelle lassen sich, so die neue Studie, vor allem auf unzuverlässige Messdaten zurückführen.

Die Intensitätsschwankungen der Sonnenstrahlung betragen nur den Bruchteil eines Prozents der Gesamtintensität. Die ultraviolette Strahlung hingegen zeigt größere Schwankungen und gilt als besonders klimawirksam. Da die Erdatmosphäre diesen Teil der Strahlung zum Großteil absorbiert, beeinflusst er kritische chemische Reaktionen in den oberen Luftschichten. Indirekt können sich diese Prozesse auch auf die Temperaturen an der Erdoberfläche auswirken.

Wie stark sich die höheren UV-Schwankungen auf das Ergebnis von Klimamodellen und -prognosen auswirken, ist unklar. „Aus unserer Sicht ist es wichtig, möglichst akkurate Werte für den Einfluss der Sonne zu verwenden“, so Krivova. In der Vergangenheit hatten Rechnungen gezeigt, dass die Sonne zwar das Klima beeinflusst, nicht aber maßgeblich für den starken globalen Temperaturanstieg der vergangenen Jahrzehnte verantwortlich ist. Krivova: „Wir erwarten nicht, dass sich dieser Trend grundlegend ändert.“

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.529,50 -0,04%
TecDAX 1.687,00 -0,51%
EUR/USD 1,0673 +0,12%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 158,73%
Structured Solutio AF 154,97%
Stabilitas PACIFIC AF 151,07%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt