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Göttinger Sparkasse präsentiert Bilanz

Schwieriger werdendes Umfeld Göttinger Sparkasse präsentiert Bilanz

Auch für die Sparkasse Göttingen war es kein einfaches Jahr 2015. Gerade deswegen sei man stolz auf das gute Ergebnis, so Vorstandsvorsitzender Rainer Hald. Der positive Trend der Vorjahre wurde bestätigt und die eigenen Erwartungen seien übertroffen worden.

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Quelle: Pförtner (Symbolfoto)

Göttingen. Insbesondere bei den Kundeneinlagen gab es einen Zuwachs von fast 100 Mio. Euro, die Gesamteinlagen stiegen damit auf über zwei Milliarden Euro. „An den Zinsen kann es nicht liegen, dass die Leute das Geld auf die Bank bringen“, sagte Hald. Es sei daher als ein Zeichen für das große Vertrauen in die Sicherheit der Institution Sparkasse zu werten.

Das Kreditneugeschäft zeigte indes ein noch stärkeres Wachstum von 20 Prozent oder rund 390 Mio. Euro im Vergleich zum Vorjahr. Aufgrund der allgemein niedrigen Renditen in der Kapitalanlage wurde jedoch auch vermehrt in die Tilgung investiert. Mit dem Geschäftswachstum konnte nicht nur dieses sehr hohe Niveau der Kredittilgungen ausgeglichen werden, sondern auch das Gesamtvolumen an Kundenkrediten auf mehr als 2,3 Mrd. Euro gesteigert werden.

Anders sah es im Bereich der Firmenkredite aus. Hier spüre man eine gewisse Zurückhaltung bei der Investitionstätigkeit, zudem werde für Investitionen vermehrt auf Eigenkapital zurückgegriffen. Dennoch verzeichnete die Sparkasse ein Neugeschäftsvolumen in Höhe von fast 200 Mio. Euro – ein Plus von 13 Prozent.

Bei einer Bilanzsumme zum Ende des vergangenen Jahres von 2,7 Mrd. Euro erwirtschaftete die Sparkasse ein Betriebsergebnis von 27 Mio. Euro. „Dem Trend branchenweit rückläufiger Betriebsergebnisse konnte sie sich erfolgreich entziehen“, so Hald. Die Sparkasse liegt damit weiter über dem Durchschnitt des niedersächsischen Sparkassenverbandes. Nach Steuern wird der Jahresüberschuss bei rund fünf Mio. Euro liegen und die Eigenkapitalquote der Bank stärken.

Eine besondere Rolle spielte 2015 der Immobilienmarkt in Göttingen. Mit einem durchschnittlichen Volumen der Bausparverträge von 50000 Euro belege man einen Spitzenplatz in Niedersachsen. „Der Immobilienmarkt in Göttingen ist attraktiv“, so Hald. Preise und Mieten steigen kontinuierlich – insbesondere in der Stadt und ihrem Speckgürtel, doch auch weiter entfernt ziehen die Quadratmeterpreise für Bauland an, da die Nachfrage wächst. „Das liegt daran, dass es in Göttingen einfach kein Bauland gibt. Teilweise gilt dies selbst für gebrauchte Immobilien“, so André Schüller, stellvertretender Vorstandsvorsitzender.

Druck auf den Immobilienmarkt übten die stark gestiegenen Studierendenzahlen, Eigennutzer, die universitären Erweiterungen, aber auch die Flüchtlingssituation aus. Hinzu komme, dass Göttingen auf das Umland eine Sogwirkung entfalte.

Für 2016 erwartet Hald eine weiterhin schwierige Situation, zeigte sich aber überzeugt, dass die Sparkasse sich weiterhin gut entwickeln wird. Kontinuierlich werde man weiterhin in die Modernisierung des bestehenden Filialnetzes investieren.

Von Sven Grünewald

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