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Virtuelle Realität wird erschwinglich

Göttinger Startup-Szene entdeckt die virtuelle Realität Virtuelle Realität wird erschwinglich

Auf Computermessen sind sie oft zu sehen, die Brillen, mit denen Menschen in virtuelle Realitäten (VR) eintauchen. In diesem Jahr steht der Durchbruch auf dem Massenmarkt bevor, erwartet der Göttinger Programmierer Bryan Hempen.

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Aktuelle Virtuelle Realität-Brillen liefern inzwischen täuschend echte Bilder - und ermöglichen vielfältige wirtschaftliche Anwendungen.

Quelle: Featurechina/dpa

Göttingen. Die junge Frau schreit panisch, als von allen Seiten lebensecht wirkende Zombies auf sie zukommen. Gelähmt vor Angst kommt sie beim VR-Computerspiel nicht zum Schießen. Ein junger Mann dreht beim virtuellen Achterbahn-Fahren durch, als ihn ein Freund am höchsten Punkt schubst und er scheinbar aus der Gondel fällt - das zeigten Videos über die aktuelle Anwendung von VR-Brillen.

„Die Brillen, die in diesem Jahr auf den Markt kommen, liefern nicht nur täuschend echte Bilder, sondern sind auch erstmals für die breite Masse erschwinglich“, sagt Hempen. Kosten würden die Brillen statt bisher 10.000 bis 50.000 Euro nur 700 bis 900 Euro. Weitere 1.000 Euro seien für den Rechner zu bezahlen.

Marktchancen durch Virtuelle Realität: Die Technik kann inzwischen ausgefeilte Geschäftsideen realisieren

Für Hempen ist VR mehr als eine nette Spielerei. Mit der Technik lasse sich in vielen Feldern Geld verdienen, erklärt er. Das sehen auch andere junge Menschen so. Zu einer Infoveranstaltung, die der Verein Startup Goettingen in den Räumen der städtischen Wirtschaftsförderung GWG organisierte, kamen 50 Gründungsinteressierte. Hempen, der bei Startup aktiv ist, plant einen Stammtisch für Programmierer. Gemeinsam mit anderen will er Geschäftsideen durchspielen.

Marktchancen der VR sieht auch Johannes Loxen, Geschäftsführer des Göttinger IT-Unternehmens SerNet. „Das Einrichtungshaus Ikea bietet eine VR-App an, mit der sich Kunden ihre neue Küche anschauen können“, sagt er. Autokäufer, ergänzt Hempen, würden in Zukunft ihren Wagen mit einer VR-Brille anschauen und verschiedene Farben und Ausstattungen auf sich wirken lassen. In Reisebüros würden Urlauber vor der Buchung das Hotelzimmer inspizieren oder schon mal am Strand spazieren gehen.

„Journalisten werden mit VR-Kameras aufrüttelnde Reportagen erstellen“, er­wartet der Programmierer. Der Unterricht lasse sich mit VR lebendig gestalten. Schüler könnten zum Beispiel im Biologieunterricht Blutbahnen bereisen. Ärzte bereiteten sich mit VR-Brillen auf Operationen vor. Psychologen behandelten so Angststörungen. Fahrschüler übten ohne Lehrer.

„Natürlich besteht die Gefahr, dass einige Menschen sich in VR-Computerspielen verlieren“, nimmt Unternehmer Loxen einen Einwand von Kritikern auf. Das sollte aber nicht den Blick auf die vielen positiven Möglichkeiten der Technik verstellen.

Smartphones ebnen VR-Brillen den Weg

Virtuelle Realität (VR), „künstliche Wirklichkeit“: Diesen Begriff hat der Science-Fiction-Autor Damien Broderick 1982 in einem seiner Romane geprägt. Gut zehn Jahre später stellten Firmen die ersten VR-Brillen vor. Sie könnten 2016 zu einem Alltagsartikel werden. Die Smartphone-Revolution, schreibt die Fachzeitschrift c‘t Magazin, habe hochauflösende Minidisplays und empfindliche Bewegungssensoren erschwinglich gemacht. Die Grafikleistung von Chips habe sich in den vergangenen zwei Jahrzehnten „millionenfach“ verbessert. Sensoren ermöglichten ein rasches Head-Tracking, die Umsetzung der realen Kopfbewegungen in solche in der virtuellen Welt. „Mit speziellen Smartphone-Halterungen lässt sich das Handy in eine VR-Brille verwandeln“, berichtet der Göttinger Programmierer Bryan Hempen. Headsets mit eigenem Display, die mit leistungsstarken Rechnern verbunden seien, ermöglichten die Verwendung von Handcontrollern. Mit ihnen könnten Nutzer virtuelle Gegenstände in der virtuellen Welt bewegen.

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