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Rekordverdächtig dünn

Göttinger Tischler entwickelt Esstisch Rekordverdächtig dünn

Götz Ladendorf ist Verkaufsleiter bei Helten Einrichtungen in Göttingen. In seiner Freizeit wird der gelernte Tischler kreativ: ein Designstuhl, eine simple Selbstbaulampe oder aktuell der elegante T-Table. Für diesen rekordverdächtig dünnen Esstisch hat Ladendorf nun einen Hersteller gefunden.

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Der Tisch und sein Entwickler

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Vom Kopfende betrachtet scheint der Esstisch zu schweben, da er nur von einem Mittelschwert getragen wird. Das ist lediglich 18 Millimeter dick und geht ohne sichtbare Schweißnaht in die Sockelplatte über. Rund 150 Kilogramm wiegt das Untergestell aus Stahl. Hinzu kommt noch die Massivholzplatte mit einer Stärke von vier Zentimetern. 3500 Euro aufwärts kostet das Stück, das der Möbelhersteller Asco produziert – abhängig vom verwendeten Holz.

Asco bekam den Entwurf und sagte sofort seinen Umsetzungswillen zu. Ein Glücksfall, meint Ladendorf, „sonst passiert es Ihnen, dass Sie wochenlang nichts hören, es lange geprüft wird oder man Bedenken hat“. Die Skepsis angesichts der Leichtigkeit des Entwurfs sei jedenfalls groß. Händler hätten den Tisch nicht bestellt, gleichwohl sie ihn beeindruckend fanden – weil sie meinten, dass das Prinzip nicht funktioniere, so Ladendorf.

„Selbst der Metallbauer, mit dem Asco zusammenarbeitet, hat gesagt, dass das nichts wird, weil es zu sehr federt.“ Am Ende sei er überrascht gewesen, dass 18 Millimeter Stärke ausreichten. Es soll demnächst auch noch eine Variante mit nur 15 Millimetern geben. „Das macht dann schon 30 Kilo Gewichtsreduktion aus“, sagt Ladendorf. „Auf die Idee zum T-Table bin ich gekommen, weil ich mir bei anderen Tischen regelmäßig die Knie gestoßen habe. Da habe ich mich gefragt, wie stark eine Konstruktion mit einem schmalen Mittelschwert minimal sein müsste, um stabil zu sein und ein Maximum an Beinfreiheit zu erlauben.“

Die ersten Entwürfe machte Ladendorf Anfang 2015, im Herbst des vergangenen Jahres wurde der Tisch dann auf einer Messe in Köln erstmals gezeigt. Auch Helten Einrichtungen orderte den Tisch „und wir haben schon einige davon verkauft“, sagt Ladendorf. Auch die ersten Wohnzeitschriften haben den T-Table bereits entdeckt. 

In seiner Freizeit ist Ladendorf weiterhin kreativ. Ende 2017 soll ein weiterer, völlig neuer Tisch von ihm erscheinen. „Ich habe schon Ende der 90er Jahre mit eigenen Konstruktionen angefangen, aber als junger Mensch ohne Designstudium ist es nicht einfach, bei großen Firmen reinzukommen“, sagt Ladendorf. Daher auch sein Tipp für andere Hobby-Designer: Aus dem engen Umfeld ehrliches Feedback einholen; wenn man feststellt, dass der Entwurf etwas Besonderes ist, einen passenden Produzenten ausfindig machen und dann am Ball bleiben.

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