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Göttinger will mit Mode-Label „Zain Fashion“ durchstarten

Wagnis Streetwear Göttinger will mit Mode-Label „Zain Fashion“ durchstarten

Vor eineinhalb Jahren hat der Göttinger Ben Sever angefangen, seine eigene T-Shirt-Kollektion zu vermarkten. Jetzt will der 31-Jährige mit „Zain Fashion“ richtig durchstarten, nachdem seine Mode in Frankreich und Berlin präsentiert wurde.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. 2004 kam Sever die Idee, ein eigenes Mode-Label zu gründen. Der Auslöser: „Ich war jung und wollte chic sein, hatte jedoch nicht das Geld für Markenklamotten.“ Der ehemalige Fachabiturient und staatlich geprüfte Assistent für Datenverarbeitung realisierte seine Idee jedoch zunächst nicht, arbeitete stattdessen als Techniker für Nokia. Allerdings legte er seinen Traum auch nie ganz ad acta und als er 30 wurde, sagte er sich: „Jetzt oder nie.“

Seit Frühjahr letzten Jahres vertreibt er seine T-Shirts der Mode-Richtung „Street und Urban Wear“ auf seiner eigenen Webpage. Severs Zielgruppe: Mädchen und Jungen sowie Männer und Frauen bis Mitte 40. Und „Junggebliebene aller Altersklassen“, wie er lachend sagt. Die Kunden können Aufdruck, Design und Schnitt individuell zusammenstellen; sobald ein Auftrag eingeht, ruft Sever in seiner Vertragsdruckerei in der Nähe von Stuttgart an und lässt das Shirt bedrucken. Die Motive denkt er sich selber aus, zeichnet sie am PC oder lässt sie von einem Zeichner per Hand erstellen. Jedes Mal, wenn er ein neues Motiv hat, lässt er ein Muster-T-Shirt herstellen und trägt es spazieren: „Ich will sehen, wie die Leute reagieren, frage teilweise auch gezielt, was sie von dem Motiv halten.“

Eine wichtige Komponente seines Konzepts sei Nachhaltigkeit, wie Sever betont. Er vermeide den Begriff „öko“, weil dieser in der Modewelt eher negativ besetzt sei, „aber meine Produkte sind genau das: öko.“ So beziehe er die aus Baumwolle, Eukalyptus- oder Bambus-Fasern hergestellten T-Shirts ausschließlich von Herstellern, die der Non-Profit-Organisation „Fair Wear“ angehörten und deren Produktion einen kleinen CO2-Fußabdruck hinterließen. Und die Etiketten, die er selber in Handarbeit am Kragen anbringe, seien aus Kork.

Severs Kollektion, deren Name „Zain“ aus dem Arabischen stammt und so viel wie „schön“ bedeutet, ist auf einer Modenshow in Berlin und im französischen Modemagazin „Factice“ präsentiert worden. Der Münchener Stylist und Boutiquenbesitzer Samuel Sohebi lobe seine Arbeit, sagt Severs, davon erhoffe er sich einen kräftigen Schub. Der Verkauf gehe nach bescheidenem Beginn auch kontinuierlich nach oben, wobei die meisten Bestellungen aus großen Städten wie Hamburg oder München eingingen.

Laut Mara Michel, Geschäftsführerin des Netzwerks der deutschen Mode- und Textildesigner, sind die Aussichten, in der Modebranche Fuß zu fassen, aber sehr gering: „Man benötigt einen langen Atem, ohne Gewissheit zu haben, jemals erfolgreich zu sein.“ Auch Hartmut Spiesecke vom Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie betont die Schwierigkeiten, sagt aber, dass immer eine Chance bestehe: „Das Geheimnis liegt darin, zum richtigen Zeitpunkt den Nerv einer bestimmten Zielgruppe zu treffen.“

Von Hauke Rudolph

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