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Großer Andrang beim 5. Infotag für Frauen in Göttingen

Zurück in den Beruf Großer Andrang beim 5. Infotag für Frauen in Göttingen

Riesenandrang beim 5. Frauen-Infotag: Zu der von der Agentur für Arbeit (AA) und der Stadt Göttingen gemeinsam ausgerichteten Veranstaltung im Berufsinformationszentrum sind mehr als 800 Besucherinnen gekommen. Vorträge und 30 Aussteller informierten über Wege zurück in die Berufstätigkeit.

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Quelle: Hinzmann

Göttingen. „Die Veranstaltung ist außerordentlich gut besucht“, freute sich Ina Langanke (Stadt Göttingen) und Susanne Wädow (AA) berichtete, dass die ersten Besucherinnen bereits eine Stunde vor Beginn gekommen seien. Die Besucherinnen: Das waren vor allem Vertreterinnen der Hauptzielgruppe des Infotags, nämlich Frauen, die nach längerer Zeit der Kinderbetreuung wieder in den Beruf einsteigen wollen, arbeitslose Frauen sowie Frauen in Minijobs, die sich beruflich verbessern wollen. Aber auch Frauen, die in einem Vollzeitarbeitsverhältnis stehen und einen Karrierewechsel erwägen, sowie angehende Abiturientinnen und Studentinnen kurz vor dem Abschluss kamen.

Die Besucherinnen fragten unter anderem nach potenziellen Arbeitgebern, Umschulungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten, Betreuungsmöglichkeiten für Kinder sowie den Anfordernissen an zeitgemäße Bewerbungsunterlagen. Großen Andrang gab es bei den vier Vorträgen, in denen es um die Themen „Minijob – wie mache ich mehr draus?“, „Selfmarketing – zeigen Sie Ihr Profil“, Fördermöglichkeiten durch AA und Jobcenter sowie die korrekte Gestaltung von Bewerbungen ging.

Die Aussteller – Bildungsträger, Branchenverbände, öffentliche Einrichtungen – waren mit der Resonanz sehr zufrieden. Gerade auch diejenigen, die Ausbildungen in Berufen anbieten, die traditionell männlich dominiert sind. „Ich habe sehr gute Gespräche geführt“, sagte Carole Scheible von der „Fahrschule Dieter Quentin“, die Ausbildungen zum Bus- und Berufskraftfahrer anbietet. Das konnten Bundeswehr-Karriereberaterin Ute Kellner und Ole Trojak von der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen bestätigen. Wobei sowohl Kellner als auch Trojak berichteten, dass gewisse Präferenzen zu beobachten gewesen wären. So erkundigten sich die meisten Bundeswehr-Interessentinnen nach zivilen, nicht nach militärischen Karrieremöglichkeiten und die Mehrzahl der potenziellen Handwerkerinnen erwogen, Tischlerin, Optikerin oder Zahntechnikerin zu werden, nicht Maurerin oder Industriemechanikerin.

Zufrieden waren auch die Besucherinnen. „Ich möchte mich nach 25 Jahren in einem schlecht bezahlten Beruf umorientieren und habe heute sehr viele Anlaufstellen gefunden“, sagte eine 49-jährige Physiotherapeutin. Und eine 41-jährige gelernte Krankenschwester und vierfache Mutter, deren Elternzeit im Dezember endet, berichtete, dass sie den beruflichen Wiedereinstieg plane: „Hier habe ich eine erste Orientierung gefunden.“

Von Hauke Rudolph

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