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Günstiger Wohnraum für Geringverdiener

Wohnungsgenossenschaft Göttingen besteht seit 125 Jahren Günstiger Wohnraum für Geringverdiener

Ihr 125-jähriges Bestehen feiert die Wohnungsgenossenschaft Göttingen am Freitag, 19. August, in der Stadthalle. Die Genossenschaft, die 12.600 Mitglieder zählt, 60 Mitarbeiter beschäftigt und eine Bilanzsumme von 192 Mio. Euro ausweist, besitzt 4500 Wohnungen.

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Gemeinschaftsprojekt Windausweg: Hier bauten Wohnungsgenossenschaft, Volksheimstätte und Städtische Wohnungsbau gemeinsam.

Quelle: Michael Mehle

Göttingen. „Weil günstiger Wohnraum knapp war, gründeten Arbeiter gemeinsam mit Professoren und Unternehmern 1891 in der Gastwirtschaft Hapke am Jacobikirchhof unsere Genossenschaft unter dem damaligen Namen Göttinger Spar- und Bauverein“, berichtet Vorstand Henning Schreiber. Durch den Kauf von Geschäftsanteilen erwarben Mitglieder das Recht auf eine Wohnung. Der Genossenschaft fließen seit der Gründung zudem über ein Sparkonto, auf dem Mitglieder Geld anlegen können, Mittel zu. Derzeit belaufen sich diese Einlagen auf 71 Mio. Euro.

Das Unternehmen erwarb 1891 ein erstes Grundstück, auf dem ein Doppelhaus mit 16 Wohnungen entstand. Bis zum Ersten Weltkrieg baute die Genossenschaft 50 Häuser mit 400 Wohnungen. Die nächste große Bauphase gab es Ende der 20er-Jahre. Die Weimarer Republik hatte auf Betreiben der Sozialdemokraten Förderprogramme zum Wohnungsbau aufgelegt. Allein in den Jahren 1928 bis 1932 ließ die Genossenschaft so viele Häuser errichten wie in der gesamten Kaiserzeit.

Während des Dritten Reichs verlangsamte sich die Bautätigkeit. 1944 setzten die Nazis eine Zwangsfusion mit dem Göttinger Beamten-Wohnungsverein durch, wodurch sich der Bestand von 1200 auf 1600 Wohnungen erhöhte. Damals erhielt das Unternehmen seinen heutigen Namen.

In den ersten fünf Nachkriegsjahren stieg die Zahl der Einwohner Göttingens von 50000 auf 80000 Menschen. Die Genossenschaft reagierte auf die Wohnungsnot: Von der Währungsreform 1948 an bis Mitte der 60er-Jahre entstanden 1850 Wohnungen, mehr als in der gesamten Zeit ihres bisherigen Bestehens. Die Zweckbauten prägen bis heute ganze Straßenzüge der Stadt, so etwa in der Tilsiter, Danziger und Elbinger Straße.

Von 1970 an ging die Zahl der Neubauten zurück. „Ein wichtiger Grund dafür ist bis heute, dass die Stadt wenig Bauland ausweist“, betont Schreiber. „Wir haben seither viel Geld in die Modernisierung des Bestand investiert, nicht zuletzt in die energetische Sanierung und den altersgerechten Ausbau“, ergänzt Vorstand Carlo Scherrer. 2016/17 sollen in den Neubau von 266 Wohnungen 24,5 Mio. Euro fließen. Studierende machen mehr als 20 Prozent der Mieter aus.

4000 Wohnungen fehlen

„Anders als prognostiziert, legt die Einwohnerzahl Göttingens derzeit jährlich um 2500 Menschen zu“, sagt Henning Schreiber, Vorstand der Wohnungsgenossenschaft Göttingen. Um den steigenden Bedarf zu decken, müssten jährlich 100 neue Wohnungen entstehen. Tatsächlich seien es deutlich weniger. Bei einem Bestand von gut 60000 Wohnungen gebe es daher bei 130000 Einwohnern einen Fehlbedarf von 4000 Wohnungen.

Die sozial orientierten Wohnungsbauunternehmen, neben der Genossenschaft noch die Volksheimstätte (gegründet 1948, 2500 Wohnungen) und die Städtische Wohnungsbau (gegründet 1960, 4600 Wohnungen), sorgten dafür, dass die Mieten nicht zu stark anstiegen. Im sanierten Bestand verlange die Genossenschaft maximal 6,60 Euro pro Quadratmeter.

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