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Großflächiger Einzelhandel für Gleichgewicht

Kontroverse Diskussion Großflächiger Einzelhandel für Gleichgewicht

Über die mögliche Ansiedlung der Möbelhäuser „XXXL“ und „Poco“ an der A7 diskutierten nun auch Mitglieder und Gäste des Kreisverbandes Göttingen im Handelsverband Hannover (HVH) während einer Versammlung im „Kauf Park“ – und das durchaus kontrovers.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Der scheidende Kreisverbandsvorsitzende Willi Klie fand kritische Worte zur angedachten Änderung des Einzelhandelskonzeptes. Das momentan gültige Konzept sieht vor, dass innenstadtrelevante Sortimente bei Neuansiedlungen außerhalb der Zentren lediglich zehn Prozent der Verkaufsfläche einnehmen dürfen, maximal jedoch 800 Quadratmeter. Die Stadtverwaltung hatte zuletzt vorgeschlagen, diese Beschränkung ausnahmsweise auf bis zu 3300 Quadratmeter zu erhöhen.

Neuansiedlung verteidigt

Die Politik hat Beratungen hierüber zunächst zurückgestellt. Genau dies betrachtete Stadtbaurat Thomas Dienberg (parteilos), der als Gastreferent an der HVH-Veranstaltung teilnahm, nun kritisch. Dienberg verteidigte die geplante Neuansiedlung, ließ aber durchblicken, dass die jüngsten Verzögerungen das gesamte Projekt möglicherweise in Gänze gefährden. Dennoch glaube er noch daran, „auch wenn die Lobbyisten gute Arbeit geleistet haben“.

Nach Ansicht Dienbergs könne sich eine Stadt wie Göttingen ein zentrumsfernes Einkaufszentrum wie den „Kauf Park“ ebenso leisten wie ein „XXXL“-Möbelhaus. „Weil wir auf der anderen Seite auch die Innenstadt stark machen und am Lutteranger ebenfalls etwas tun“, argumentierte er. Entscheidend sei, dass durch sinnvolles Austarieren eine Stadt im Gleichgewicht bleibe. Hierfür brauche es auch großflächigen Einzelhandel.

HVH-Hauptgeschäftsführer Ullrich Thiemann sprach sich grundsätzlich nicht gegen die Ansiedlung von „XXXL“ aus, stellte allerdings die geplante Größe des Möbelkomplexes infrage. Zudem müsse Rücksicht auf angrenzende Mittelzentren genommen werden. Dienberg verwies darauf, dass es andererseits aber auch nicht der Auftrag eines Grundzentrums wie Gieboldehausen oder eines Mittelzentrums wie Northeim sei, große Möbelhäuser vorzuhalten.

Selbst ein Bild machen

„Warum haben wir nicht das Recht, unser eigenes Oberzentrum zu stärken?“, ergänzte Andreas Gruber, „Kauf Park“-Manager und neuerdings auch HVH-Kreisverbands-Beirat. Die Ansiedlung von „XXXL“ müsse vor allem als Chance verstanden werden.

Ebenfalls in den Beirat gewählt wurde Innenstadt-Händlerin Marlies Schügl, die es pragmatisch formulierte: „Ich würde mir als Kunde einfach selbst gern ein Bild von den Möbelhäusern machen und dann entscheiden, ob ich dort kaufen möchte oder nicht.“

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