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Verkaufsoffene Sonntage Gutes Marketing

Verkaufsoffener Sonntag - ein Garant für volle Innenstädte und Geschäfte. Der Deutsche Handelsverband hat gefordert, eine bundesweit einheitliche Regelung für geöffnete Läden am Sonntag zu schaffen. Bislang regelt jedes Bundesland für sich. Göttinger Händler begrüßen den Vorstoß.

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Verkaufsoffene Sonntage ziehen immer wieder Kunden in die Innenstädte.

Quelle: Ole Spata (dpa)

Göttingen. Nach dem Vorschlag des Handelsverbandes soll die Anzahl der verkaufsoffenen Sonntage auf zehn bundesweit festgesetzt werden. „Grundsätzlich finden wie zehn Sonntage zu viel“, sagt Frederike Breyer von Procity. Bisher gibt es in Niedersachsen vier verkaufsoffene Sonntage im Jahr. Eine einheitliche Regelung würde allen nützen, ist Breyer überzeugt. Dass Feiertage von der Regelung ausgenommen bleiben sollen, unterstütze sie ebenfalls: „Das sollen Feiertage bleiben.“

Besonders gemeint sind hier die Adventssonntage. In Niedersachsen besteht derzeit ein grundsätzliches Verbot der Ladenöffnung an diesen Tagen. Manche Bundesländer verfahren hingegen anders. So erlauben Sachsen und Sachsen-Anhalt beispielsweise Ladenöffnungen an allen Adventssonntagen. Berlin und Brandenburg geben diese Möglichkeit nur für zwei Adventssonntage. Ein Beispiel aus der Umgebung: Im thüringischen Nordhausen ist für den zweiten Advent ein verkaufsoffener Sonntag geplant.

Der Nutzen einer einheitlichen Regelung wiegt auch für Alexander Grosse vom Handelsverband Hannover in Göttingen vor allem mit Blick auf den Wettbewerb mit dem Internet-Handel schwer. Die genannte Anzahl von zehn Tagen sieht Grosse als eine gute Option: „Es ist schön, was in Petto zu haben.“ Er halte acht bis zehn Tage für eine sinnvolle Anzahl. Jüngstes Beispiel für eine solche Verwendung wäre das Landesturnfest gewesen. „Das hätten wir gern gemacht, aber das war nicht mehr genehmigungsfähig“, so Grosse. Schuld daran sei die Regelung, dass an allen vier verkaufsoffenen Sonntagen der gesamte Handelsstandpunkt geöffnet haben muss. Diese vier Tage seien bereits verplant gewesen. „Eine einheitliche Regelung macht schon deshalb durchaus Sinn“, sagt Grosse mit Blick auf die Schaffung gleicher Voraussetzungen.

Um Umsatz gehe es derweil bei verkaufsoffenen Sonntagen weniger. Im Vordergrund stehe der Event-Charakter und das Marketing für den Standort Göttingen, machen Grosse wie auch Breyer deutlich. Dem Werbe-Effekt stehen aber zusätzliche Lohnkosten für Mitarbeiter gegenüber.

Den Event-Charakter betont auch Alexander Gruber, Geschäftsführer des „Kauf Parks“. „Sie sind auch als Familienevent gedacht“, sagt Gruber zu verkaufsoffenen Sonntagen. Zehn Tage im Jahr findet aber auch er zu viel. „Wenn man die Möglichkeit hat, ist es nie verkehrt, aber ob wir die ausschöpfen, ist eine andere Frage.“ Für ihn wiege es mehr, überall die gleichen Rahmenbedingungen zu schaffen als die alte Regelung beizubehalten.

„Ich halte sehr viel davon, das einheitlich zu regeln“, sagt auch Susanne Heller, Inhaberin von Betten Heller. Sie stellt aber auch klar: „Für mich als kleines Fachgeschäft sind zehn zu viel.“ Auch Heller sieht den Nutzen von verkaufsoffenen Sonntagen vor allem im Marketing für den Einkaufsstandort Göttingen. Menschen aus dem Umkreis kämen nach Göttingen und besuchten die Stadt meist auch im Nachhinein noch einmal. „Wirtschaftlich lohnt sich der Sonntag nicht“, so Heller. Daher stehe der Beitrag zum Standort Göttingen für sie an erster Stelle.

Bernd Deutz, Leiter von Möbel Jäger am Lutteranger, sieht in der Vorgabe, dass wenn dann der ganze Handelsstandort geöffnet haben muss, das Problem, dass sich die einzelnen Handelsquartiere wie Lutteranger, Innenstadt oder Kauf Park dann gegenseitig die Kunden wegnehmen. Kleinräumige, individuelle Sonntags-Öffnungsmöglichkeiten wären wünschenswert. Und. „Leider haben an den verkaufsoffenen Sonntagen auch oft die umliegenden Städte wie Northeim oder Kassel zeitgleich auf. Da sollten sich die Städte besser untereinander absprechen.“

Mehr Flexibilität

Die Landesregierung hat angekündigt, ihr Regelungen für verkaufsoffene Sonntage etwas zu lockern. Ein aktueller Vorschlag sieht wie bisher vier verkaufsoffene Sonntage pro Jahr und Gemeinde vor. Zusätzlich soll es aber eine weitere Genehmigung pro Jahr für einzelne Verkaufsstellen sowie eine Öffnungsmöglichkeit je Stadtbezirk geben, wenn diese Öffnung kommunalen Entwicklungszielen dient.

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