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Handwerkstechniken und modernes Desgin: Reyershäuser Schreinermeister Zurhorst

Zurhorst lässt die Betten wachsen Handwerkstechniken und modernes Desgin: Reyershäuser Schreinermeister Zurhorst

Zurück zu den Wurzeln des Tischlerhandwerks möchte Georg Zurhorst in Reyershausen. Neomassiv nennt er seine Linie: Der 39-Jährige  möchte alte Handwerkstechniken mit modernem Design verbinden.

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In seiner neuen Werkstatt: Schreinermeister Georg Zurhorst.

Quelle: Heller

Reyershausen. „Ein Möbel muss Geschichte haben“, ist seine Überzeugung. Deshalb will er seine Entwürfe gegen die Wegwerfgesellschaft bauen. Er wünscht sich, dass sie Erbstücke werden.

Denkbar ist das für das Sideboard aus Bergahorn mit dem Edelholz Zebrano. Mit klassischen Holzverbindungen wie der Gratung fügt Zurhorst seine Möbel zusammen. Solche Verbindungen kenne man schon aus der Antike. „Sie hielten ewig“, sagt der Schreinermeister. Und doch haben auch moderne Zeiten in das Sideboard Einzug gehalten. Wie von selbst schiebt sich eine Schublade auf, wenn man mit der Hand über die Kante streicht. Zurhorst hat dort Sensoren eingebaut, die auf Berührung reagieren.

In einer Möbelschreinerei im Münsterland hat Zurhorst sein Handwerk mit Massivholz gelernt. Dann studierte er in Göttingen Informatik, in Rostock sattelte er Maschinenbau auf, im Fernstudium widmete er sich der Psychologie. Dann kehrte er zu seiner Leidenschaft zurück. Nie habe ihn das Tischlerhandwerk losgelassen. Er besuchte  zur Meisterschule in Kassel. Die Prüfung zum Schreinermeister legte er an der Holzfachschule in Bad Wildungen und beschloss, sich selbstständig zu machen.

Geeignete Räume fand Zurhorst in seinem Wohnort Reyershausen. Auf dem Hof von Ursula Krüger konnte er in den alten Pferdestall einziehen. Vor einem halben Jahr dann sei die Arbeit richtig losgegangen. Aus ganz Deutschland kämen die Kunden für seine Maßarbeit nach Wunsch, sagt der Südniedersachse.

Gerade tischlert er ein Babybett, das zum Bett für einen Jugendlichen mitwächst. Nachhaltigkeit ist für Zurhorst wichtig. Bei einem Möbel, das Generationen überdauere, ist aus seiner Sicht auch mal ein Kunstlack vertretbar. Wo die Nutzung es zulässt, zieht er aber Naturprodukte wie Schellack oder Öl vor.

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