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Pappelernte auf Parenser Acker

Pellets aus Holzhackschnitzeln Pappelernte auf Parenser Acker

Wie Strohhalme knickt der 600 PS starke Häcksler die bis zu zehn Meter hohen Pappeln um und zerkleinert sie zu Holzhackschnitzeln. In Parensen wurde zum ersten Mal die größte Kurzumtriebsplantage der Region Göttingen abgeerntet. Aus dem Rohstoff stellt die Hardegser EC Bioenergie GmbH Pellets her.

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Pappelernte in Parensen: Aus dem Rohstoff stellt die Hardegser EC Bioenergie GmbH Pellets her.

Quelle: Wenzel

Parensen. „Wir haben unsere Pellets, 70.000 Tonnen pro Jahr, bisher aus Sägespänen gefertigt“, berichtet Bastian Wald, der bei der EC Bioenergie den Einkauf leitet. Künftig wolle das Unternehmen verstärkt Holz von Kurzumtriebsplantagen nutzen. „Die Qualität der Holzhackschnitzel ist wegen des Rindenanteils geringer als die der Sägespäne“, sagt Michael Leenen, der bei der EC Bioenergie das Plantagenprojekt leitet. Die Industrie nutze aber solche Pellets.

 
Um ausreichend Rohmaterial zu bekommen, haben die Hardegser mit Landwirten 20-Jahres-Verträge geschlossen. Die mit 10.000 Bäumen auf sechs Hektar größte Plantage befindet sich in Parensen. 2012 kamen noch drei Hektar in Deppoldshausen und ein Hektar in Eddigehausen, 2014 vier Hektar in Adelebsen dazu.

 
„Bauern stellen ihre ertragsschwächsten Flächen zur Verfügung“, weiß Klaus-Dieter Golze, Berater bei der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das Anlegen der Plantage sei mit 2.500 bis 3.000 Euro pro Hektar kostspielig. „Wir geben eine Anschubfinanzierung“, wirbt EC-Bioenergie-Mitarbeiter Leenen. Die Bauern seien auch zurückhaltend, weil sie sich ungerne für eine lange Zeit binden würden.

 
Das Anlegen und die Bewirtschaftung der Plantagen übernimmt in Südniedersachsen die Stendaler Agraligna GmbH. „Im ersten Jahr spritzen wir, von da an überlassen wir die Plantage sich selbst“, sagt Geschäftsführer Hans-Georg von Engelbrechten. Wild finde dort ein Rückzugsgebiet. Insekten lebten in den kleinen Wäldchen. Durch das Laub bilde sich Humus. Die Ernte erfolge nach vier Jahren. Die Bäume seien dann sieben bis zehn Meter hoch und hätten einen Stammumfang von bis zu 15 Zentimetern.

 
Bei der Ernte fährt neben dem Häcksler ein Trecker her. In seinen Anhänger fliegen die gewonnenen Holzhackschnitzel. Bis zu einen Hektar Fläche schafft der Häcksler pro Stunde. Gewonnen werden bei der ersten Ernte sechs Tonnen Trockenmasse pro Hektar. Der Wert steigt auf 13 Tonnen und flacht nach 20 Jahren wieder ab. Im Vergleich zu einem Wald lässt sich so das Doppelte an Holzmasse gewinnen. Die Baumstümpfe treiben immer wieder aus.
Will der Bauer die Fläche nach Vertragsende erneut als Acker nutzen, lässt sie sich rekultivieren. „Mit einer Forstfräse zermalmen wir die Wurzelstöcke dann bis in 30 oder 40 Zentimeter Tiefe oder holen sie mit einem Wurzelheber aus dem Boden“, erklärt von Engelbrechten.

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