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Guter globaler Fußabdruck

Hauptversammlung bei Sartorius Guter globaler Fußabdruck

Kein Grund zur Klage, dafür durch die Bank weg großes Lob von den Aktionärsvertretern: Das währungsbereinigte Umsatzwachstum von 16 Prozent und die Steigerung des operativen Gewinns um 40,9 Prozent sorgten für eine harmonische Hauptversammlung der Sartorius-Aktionäre.

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Hauptversammlung bei Sartorius in Göttingen

Quelle: Heller

Göttingen. „Wir erstellen jedes Jahr ein Ranking der erfolgreichsten Unternehmen“, so Alexander von Vietinghoff-Scheel vom niedersächsischen Landesverband der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitzer (DSW). Sartorius sei darin zuletzt auf Rang fünf gelandet – normalerweise tauchten in dieser Gruppe eher kleinere Unternehmen auf. Dass ein großes Unternehmen wie Sartorius so eine Performance hinlege, stelle eine echte Leistung dar. Genaue Nachfragen gab es dennoch von der DSW sowie der Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger.

Info

Eine Hauptversammlung ist das beschließende Organ einer Aktiengesellschaft, das mindestens einmal jährlich tagt. Auf der Versammlung werden grundsätzliche Unternehmensentscheidungen gefällt, etwa die Wahl der Mitglieder des Aufsichtsrats, Änderungen der Statuten sowie die Gewinnausschüttung in Form einer Dividende. Weiterhin beschließt die Hauptversammlung die Entlastung des Vorstands. Stimmberechtigt sind alle Halter von sogenannten Stammaktien, die Halter von Vorzugsaktien sind lediglich teilnahmeberechtigt.

Wichtiger Punkt war die Integration von hinzugekauften Firmen in das Mutterhaus, Detailfragen wie Logistikkooperationen oder was denn die „sonstigen Aufwendungen“ in der Bilanz in Höhe von 7,4 Mio. Euro umfassen würde. Gleichzeitig wurden die Unternehmensstrategie und die Anteile am Wachstum detailliert hinterfragt. Denn Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg korrigierte die Wachstumsziele von Sartorius nach oben. Zur Halbzeit der 2012 aufgestellten Unternehmensstrategie 2020 – die einen Umsatz von 2 Mrd. Euro anstrebt (2015: 1,114 Mrd. Euro) – sei das Umsatzziel nach wie vor realistisch. Allerdings sehe es gegenwärtig so aus, dass das eigene organische Wachstum von Sartorius drei Viertel statt der ursprünglich angedachten zwei Drittel zum Umsatz beitragen werde, der Rest werde von Zukäufen ausgemacht. Die Gewinnmarge vor Steuern wurde hingegen erhöht – um drei bis vier Prozentpunkte auf 26 bis 27 Prozent.

 
Zudem solle insbesondere in Boston, Seoul und Shanghai in neue beziehungsweise erweiterte Standorte investiert werden, um die dortigen Märkte besser bedienen zu können. Bis 2020 sollen Asien/Pazifik, die USA sowie Europa jeweils etwa ein Drittel zum Konzerergebnis beitragen. Derzeit zeichnet Europa noch für 45 Prozent des Umsatzes verantwortlich, Amerika für 34 Prozent und Asien/Pazifik mit 21 Prozent. Die Marktperspektiven insbesondere im Biopharmamarkt schätzte Kreuzburg als sehr dynamisch und vielversprechend ein. In den vergangenen fünf Jahren habe sich die Zahl der Zulassungen von Biopharmazeutika gegenüber dem Zeitraum 2006 bis 2010 verdoppelt. Zudem liefe bei einigen Medikamenten in den kommenden Jahren der Patentschutz aus, was den Markt für Konkurrenzprodukte erweitere.

 
Aber auch „Göttinger“ Themen spielten eine Rolle. Etwa ob der Altstandort an der Weender Straße schon verkauft sei und was daraus werden solle. Es gebe noch keinen Investor, aber man such gemeinsam mit der Stadt nach Lösungen, so Kreuzburg. Ein weiterer Redner fragte, ob denn Göttingen noch „sexy“ genug sei, um internationale Spitzenmitarbeiter in den Konzern zu holen. Doch Kreuzburg betonte, dass der Standort in Göttingen viele Vorzüge biete, dass man aber nicht blind sei gegenüber der dynamischen Entwicklerszene in anderen Städten.

 
Mit großer Mehrheit entlastete die Hauptversammlung Aufsichtsrat und Vorstand. Insgesamt nahmen an der Aktionärsversammlung über 400 Anteilseigner teil, die mehr als 96 Prozent des stimmberechtigten Grundkapitals vertraten. Gleichzeitig wurde die Ausschüttung einer Dividende von 1,52 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,08 Euro) und 1,50 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,06 Euro) beschlossen. Die Ausschüttungssumme steigt entsprechend um 41,5 % auf 25,8 Mio. Euro.

 
Zudem genehmigte die Hauptversammlung eine Kapitalerhöhung aus Gesellschaftsmitteln zur Durchführung eines so genannten Aktiensplits. Jeder Aktionär wird je gehaltener Aktie ohne Zuzahlung drei weitere Aktien der gleichen Gattung erhalten, die automatisch bis voraussichtlich Ende Mai eingebucht werden. Dies soll den Preis pro Aktie senken und sie für Kleinaktionäre interessanter machen.

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Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

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