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Herbapack aus Kirchgandern verdoppelt seine Fläche

Bio-Anbieter von Tees und Kräutern Herbapack aus Kirchgandern verdoppelt seine Fläche

Vom kräftigen Wachstum des Biomarkts profitiert die Kirchganderner Herbapack GmbH im Eichsfeld-Kreis. Der Anbieter von Bio-Tees und Bio-Gewürzen will nun seine Flächen verdoppeln und investiert insgesamt 3 Mio. Euro.

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Quelle: Hinzmann

Kirchgandern. „Wir haben ein angrenzendes, rund 5000 Quadratmeter großes Grundstück erworben“, sagt Geschäftsführer Jan Müller. Die Genehmigungsverfahren sollen bis Ende 2016 abgeschlossen sein. Dann entstehen dort zusätzliche 3000 Quadratmeter Lager- und Produktionsflächen. 2,5 Mio. Euro will Herbapack in das Gebäude, weitere 500000 Euro schon jetzt in neue Verpackungsanlagen investieren.

„Wir benötigen zusätzliche Lagerkapazitäten, da in der Biobranche die Ware nicht ganzjährig am Markt verfügbar ist“, erläutert Müller. Eine bis anderthalb Jahresproduktionen muss ein Unternehmen daher vorrätig halten. Mit dem Erweiterungsbau will Herbapack auch die Mitarbeiterzahl erhöhen. Derzeit sind dort 28 Personen tätig. Seit August bildet die Firma drei junge Menschen im kaufmännischen Bereich, in der Produktion und im Lager aus.

Bislang haben die Kirchganderner vor allem für Handelsketten, das sind neben einer Handvoll Großkunden noch 20 bis 25 kleinere Unternehmen, Tees und Gewürze produziert. Die Ketten bringen die Produkte unter dem eigenen Namen auf den Markt. In diesem Jahr hat Herbapack jedoch die eigene Bio-Marke „HerbSelect“ kreiert, unter der sie nun 25 Kräutertees und 30 Gewürze verkauft. Im August wird zudem ein Onlineshop freigeschaltet: herbselect.de. Von Oktober an soll es in der Citrusstraße 11 auch einen Werksverkauf geben. Das Unternehmen erweitert zudem das eigene Sortiment. Es bietet Kunden jetzt die Abfüllung von Sirup und Bio-Speiseölen an. Auch vegane und glutenfreie Suppen, Bio-Instant-Pestos und Nussmischungen wollen die Kirchganderner ins Programm nehmen.

Für Herbapack produzieren 30 bis 40 deutsche und österreichische Bio-Landwirte im Vertragsanbau. Sie liefern bei den Kräutertees etwa zwei Drittel, bei den Gewürzen rund die Hälfte der Rohstoffe. Aus der Region Hannover kommt etwa Pfefferminze, aus Sachsen Kamille oder aus Thüringen Fenchel. Den Rest liefern Agrarkooperativen in Ländern wie Indien, Sri Lanka oder Madagaskar. „Wir reinigen und schneiden, mischen und verpacken die Rohstoffe alle in unseren eigenen Anlagen“, erläutert Müller.

Der Erfolg ist trotz der günstigen Marktlage im Biosektor nicht selbstverständlich. Die Vorgängerfirma musste 2012 Insolvenz anmelden. Das Schweizer Familienunternehmen Morga AG aus Ebnat-Kappeln stieg ein. Es hat das Unternehmen saniert, ohne dass Arbeitsplätze verloren gingen.

Von Michael Caspar

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