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Höhere Zuschüsse zum Meister-BaföG

Änderungen ab 1. August Höhere Zuschüsse zum Meister-BaföG

Seit 1996 gibt es das Meister-BaföG, das ähnlich wie das Studien-Darlehen die Fort- und Weiterbildungen im Handwerk unterstützen soll. Bislang lag der nicht zurückzuzahlende Zuschuss bei 30,5 Prozent, der nun auf 40 Prozent angehoben wird. Der Studienzuschuss liegt bei rund 50 Prozent.

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Quelle: Fotolia

Göttingen. Dies sei als Anreiz für die Aufnahme einer Meister-Ausbildung zu gering gewesen, daher sei die Erhöhung, die zum 1. August 2016 in Kraft treten soll, zu begrüßen, so Delfino Roman, Präsident der Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen. Deutschlandweit werde das Meister-BaföG gegenwärtig von über 160 000 Personen in Anspruch genommen. Eine weitere Neuerung ist, dass bei bestandener Aufstiegsprüfung noch einmal 40 Prozent der Darlehenssumme erlassen werde. „Damit wird die Förderung für eine Maßnahme innerhalb der beruflichen Bildung sogar prozentual besser bezuschusst als das Studenten-BaföG“, so Roman.

„Die Bezuschussung ist ein starker Anreiz für viele Teilnehmer“, berichtet Andreas Gliem, Geschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen, von den Erfahrungen aus den Meistervorbereitungskursen der Kreishandwerkerschaft. „Man hört oft, dass das Geld fehlt, und die Frage nach Ratenzahlung.“ Eine Meisterausbildung besteht aus vier Teilen, in denen theoretisches, praktisches, betriebswirtschaftliches, rechtliches sowie didaktisches Wissen vermittelt wird. Die Kosten sind je nach Gewerk unterschiedlich, können aber insgesamt bei über 10 000 Euro liegen.

„Aus unserer Wahrnehmung können wir ein rückläufiges Interesse an der Meister-Qualifikation feststellen“, so Gliem. Insbesondere dort, wo die Meisterpflicht abgeschafft wurde - etwa bei Fotografen, Goldschmieden oder Fliesenlegern. „Dabei wäre es gerade in diesen Berufen eine Möglichkeit, sich abzuheben von der Masse.sg

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