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Holzvermessung mit dem Smartphone

Firmenneugründung Holzvermessung mit dem Smartphone

Eine Mio. Euro Umsatz will die Firma Fovea in diesem Jahr machen, und schwarze Zahlen schreiben. Eine Mio. Euro hat Existenzgründer Manfred Ide (31) in den vergangenen 2,5 Jahren investiert. Im Februar soll seine Software, mit der er sich um den Innovationspreis bewarb, über den App-Store frei erhältlich sein.

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Quelle: EF

Uslar. „Die Vorteile des Computerprogamms, mit dem Förster das Volumen von Holzstapeln erfassen können, liegen auf der Hand“, meint Ide. Nötig sind bis zu zehn Fotos des Stapels mit dem Smartphone sowie eine Referenzmessung mit dem Maßband. So lässt sich das Volumen von 5000 Stämmen in fünf Minuten das errechnen. „Mit den bisher üblichen Handmessungen dauert das eine Stunde“, sagt der Unternehmer. Zudem würden dann mehr Fehler gemacht.

Das hat viele Externe beeindruckt. Fovea gewann 2015 drei große Preise: Awards der Cebit, der KfW-Bank und von German Design. 60.000 Euro Preisgelder flossen in die Kassen der Firma. Die Medien berichteten. „Die Herausforderung besteht allerdings, die Förster zu überzeugen“, sagt Ide, der nicht nur Informatiker, sondern auch Forstoberinspektor ist. Der traditionsreiche Berufszweig sei nicht sehr technikbegeistert. Wenn Förster den Umgang mit der App allerdings einmal verstanden hätten, wollten sie sie nicht mehr missen.

„Bisher nutzen 300 ausgewählte Kunden unser Produkt, darunter 30 Großkunden“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter. So arbeite jetzt in Schleswig-Holstein jeder Revierförster mit der Fovea-Software. Damit habe sein Unternehmen, das zwölf Mitarbeiter beschäftige, 2015 einen Umsatz im niedrig sechsstelligen Bereich erzielt.

Kundenkontakt über Skype und E-Mail

Die Uslarer machen ihr Produkt bisher vor allem über Forstmessen und durch Telefonakquise bekannt. Derzeit baut Ide den internationalen Vertrieb aus. „Das ist nicht so kompliziert, da wir mit unseren Kunden weltweit auf Englisch über Skype und E-Mail kommunizieren können“, erläutert der Unternehmer. Zu verschicken sei nach Vertragsschluss nur ein Lizenzcode. 2015 lag die Exportquote bereits bei 40 Prozent. Neben Kunden in Europa überzeugte die Firma Förster in Kanada und den USA, in der Republik Südafrika und Südkorea.

„Ohne die Unterstützung durch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) wäre ich nicht so weit gekommen“, sagt Ide. Er habe von Coachings profitiert und dort seine Mitarbeiter gefunden. Die Finanzierung habe die Sparkasse Hildesheim übernommen.

„Die größte Herausforderung für uns ist das 2015 novellierte Eichgesetz“, berichtet der Unternehmer. Es untersage der Forstwirtschaft, weiterhin das Volumen von Holz zu messen. Die ganze Branche sei fassungslos, weil es kein anderes Messverfahren gebe. Das Gewicht des Naturprodukts Holz schwanke aufgrund des unterschiedlichen Wassergehalts. „Auch die Eichämter sind überfragt“, weiß Ide. Würden sie das Verbot durchsetzen, käme der Holzhandel zum Erliegen. Dann gebe es bald keine Kaffeefilter und kein Toilettenpapier mehr im Supermarkt. Derzeit kämpfe die Branche dafür, dass ihre jahrhundertealten Messverfahren wieder legalisiert würden.

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