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IHK-Projekt lässt für duale Ausbildung werben

Ausbildungswerbung auf Augenhöhe IHK-Projekt lässt für duale Ausbildung werben

Seit Anfang des Jahres läuft über die IHK ein Projekt, mit dem auf neue Art und Weise bei Schülern für eine duale Ausbildung geworben wird. Die „Ausbildungsbotschafter“, die sich ihrerseits selbst noch in der Ausbildung befinden, schaffen es, die Schüler auf Augenhöhe zu erreichen.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. "Ich habe in Göttingen mein Abitur gemacht, mir ein Jahr Auszeit gegönnt und dann mit einem Geographie-Studium begonnen“, erzählt Tobias Froböse. Dabei habe er festgestellt, dass ihm die Theorielastigkeit nicht liegt. „Ich bin sehr praxisorientiert und das Studium hat mich nicht weitergebracht. Die Zukunftsaussichten in der Geographie sind auch nicht so berauschend. Dadurch habe ich angefangen, mich mit dem Thema Ausbildung zu befassen.“

Inzwischen ist Froböse im zweiten Lehrjahr einer Ausbildung zum Kaufmann für Spedition und Logistikdienstleistungen bei der Göttinger Friedrich Zufall GmbH und fühlt sich mit seiner Entscheidung wohl. „Die schulischen Anforderungen fallen mir leicht, weil ich sie gut mit der Praxis verknüpfen kann.“

Anders bei Katrin Henniges aus Duderstadt, die derzeit eine Ausbildung zur Industriekauffrau bei der Göttinger Mahr GmbH macht. Dass sie beruflich etwas mit Wirtschaft zu tun haben wollte, sei ihr schon lange klar gewesen. Nur das Wie musste sich noch finden. „Statt gleich BWL zu studieren, wollte ich erst einmal einen Zugang zur Praxis in einem Betrieb haben. Daher habe ich mich für eine Ausbildung entschieden“, sagt sie.

Zwei unterschiedliche Wege in die duale Ausbildung, die stellvertretend für den beruflichen Findungsprozess stehen, den jeder Schulabgänger früher oder später durchläuft. Das macht Froböse und Henniges zu idealen Botschaftern, um bei der Berufsfindung von Schülern zu helfen, denn sie sind noch ganz nah dran an diesem Prozess. „Ich fand es immer gut, wenn jemand zu uns in die Schule kam und von seinen Erfahrungen erzählte“, meint Katrin Henniges. „Deswegen mache ich als Ausbildungsbotschafterin mit, um meine Erfahrungen an die weiterzugeben, die jetzt in dieser Findungssituation sind.“

Die IHK Hannover startete das Projekt 2014 zunächst in Hannover, aufgrund des großen Erfolgs wurde es ab 2015 auf den gesamten IHK-Bezirk ausgedehnt und zunächst auf fünf Jahre angelegt. Und auch in Südniedersachsen blickt das Projekt bereits auf einen schnellen Erfolg zurück, wie Sina Stahl deutlich macht, die in der IHK Geschäftsstelle Göttingen das Projekt betreut. „Es sind bereits 23 Betriebe mit 74 geschulten Botschaftern dabei. Mit der nächsten Schulung Mitte Dezember werden 15 weitere dazukommen.“

Rund 20 Einsätze auf Ausbildungsmessen und bei Schulinformationstagen hat es bereits gegeben. Dabei gehen mehrere Botschafter in eine Klasse und erzählen von ihrem Betrieb, der Ausbildung und wie sie dazu gekommen sind. „Anfangs waren die Lehrer noch mit dabei, da waren die Schüler etwas zurückhaltender“, hat Tobias Froböse beobachtet. „Aber als wir mit ihnen alleine waren, kamen interessierte und sehr grundlegende Fragen.“ Und Katrin Henniges ergänzt: „Ich glaube, dass die Schüler besonders gut zugehört haben, wenn es nicht um Unterricht oder Geld ging, sondern um persönliche Empfindungen und ob die eigenen Erwartungen erfüllt worden sind.“

Schülern auf Augenhöhe zu begegnen, scheint gut zu funktionieren und sich auch schon in den Betrieben bemerkbar zu machen. „Zum einen lernen die Azubis, sich zu präsentieren und über sich zu reflektieren. Zum anderen ist das eine gute Möglichkeit, uns bei möglichen Bewerbern bekannter zu machen“, meint Personalerin Sabine Schlüer von Mahr.

Von Sven Grünewald

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