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IHK mit Ausbildungsbilanz zufrieden

Bewerberfindung wird schwieriger IHK mit Ausbildungsbilanz zufrieden

Die IHK Hannover hat die Zahlen der neu abgeschlossenen Ausbildungsverträge 2015 veröffentlicht. Die stärkste Zunahme gab es im Landkreis Osterode mit 22,8 Prozent mehr Ausbildungsverträgen, gefolgt vom Landkreis Northeim mit 4,5 Prozent. Die Zahlen unterliegen jedoch hohen jährlichen Schwankungen.

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Die stärkste Zunahme gab es im Landkreis Osterode mit 22,8 Prozent mehr Ausbildungsverträgen, gefolgt vom Landkreis Northeim mit 4,5 Prozent. Die Zahlen unterliegen jedoch hohen jährlichen Schwankungen.

Quelle: Foth

Göttingen. Der Landkreis Göttingen verzeichnet hingegen einen leichten Rückgang um ein Prozent, über den gesamten Kammerbezirk gesehen stieg die Zahl der Ausbildungsverträge um 1,3 Prozent im Vergleich zum Jahr 2014.

Im langjährigen Vergleich von 2004 bis 2013 zeigt sich, dass die Zahl der Ausbildungsverträge kontinuierlich angestiegen ist: in Göttingen um 19 Prozent, in Northeim um elf Prozent und in Osterode um sieben Prozent.

Die jährlichen starken Schwankungen, wie in den Landkreisen Northeim und Osterode, hingen unter anderem damit zusammen, dass die Gesamtzahl der neuen Ausbildungsverträge relativ gering ist – 393 in Northeim und 302 in Osterode – und sich daher bereits geringe Zu- oder Abnahmen gegenüber dem Vorjahr in der Statistik deutlich ausprägen, wie Joachim Grube von der Geschäftsstelle Göttingen der IHK Hannover deutlich macht. Anderseits sei es so, dass kleinere Betriebe nicht jedes Jahr ausbilden würden.

„In Osterode haben wir eine Vielzahl kleinerer Betriebe, die nur alle zwei oder drei Jahre ausbilden“, so Grube. In manchen Jahren führe dies zu einer großen Häufung. „Aber konjunkturelle Gründe spielen in Osterode auch eine Rolle. Die Industrie hat wesentlich mehr eingestellt als in der Vergangenheit.“

Doch auch auf Bewerberseite gebe es unterschiedliche Zyklen: „Wir hatten Jahre, da war die Nachfrage nach einer Banklehre relativ gering, weil im Zuge der Finanzkrise das Image der Banken stark gelitten hatte“, erzählt Grube. „Und als Koch Tim Mälzer mit seiner Fernsehshow begann, hatten wir einen Boom bei Köchen.“ Der allerdings habe zu höheren Abbrecherquoten geführt, als die Jugendlichen mit dem Arbeitsalltag konfrontiert wurden.

Während das Angebot an Ausbildungsplätzen relativ gleichbleibend ist, macht sich das Nachwuchsproblem in bestimmten Bereichen bereits deutlich bemerkbar. In den Bereichen Metall, Eletro, Handel sowie Hotel und Gaststätten gelänge es nicht, alle angebotenen Plätze zu besetzen. „Das Interesse an Berufen, in denen man mit den Händen arbeiten muss, hat erkennbar nachgelassen und sich hin zu Schreibtischberufen verschoben“, sagt Grube. Aber auch in diesen anderen Berufen sinkt die Bewerberzahl pro Ausbildungsplatz deutlich.

Gegenüber handwerklichen Ausbildungen sieht Grube jedoch einen leichten Vorteil, da in den IHK-Berufen die Ausbildungsvergütungen und die späteren Verdienstmöglichkeiten über denen im Handwerk lägen. Und doch haben sowohl IHK-Berufe als auch das Handwerk dasselbe Problem: den Trend zur höheren Schulbildung und zu akademischen Berufen. Seit Anfang 2015 gibt es daher bei der IHK eine Ausbildungsoffensive, um dem Imageproblem zu begegnen.

Von Sven Grünewald

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