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IT-Spezialist rät Firmen zu Facebook-Marketing

Unternehmen müssen aber auch Risiken im Blick haben IT-Spezialist rät Firmen zu Facebook-Marketing

„Informationen zu eigenen Waren und Dienstleistungen lassen sich bei Facebook durch Empfehlungen von Freunden in Minutenschnelle weit verbreiten“, sagt der Nörten-Hardenberger Diplom-Ingenieur (FH) Andreas Sorge (42). Das mache das soziale Netzwerk mit seinen 1,5 Mrd. Nutzern für Unternehmen spannend.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Nörten-Hardenberg. „Insbesondere für Existenzgründer ist dabei reizvoll, dass der Dienst kostenlos ist“, betont Sorge. Jeder Facebook-Nutzer könne für gewerbliche Zwecke eine sogenannte Fanseite erstellen. Es gebe allerdings auch Dinge zu beachten, um keine unangenehmen Überraschungen zu erleben. Das beginne bei Facebook selbst. „Das Netzwerk ist ein Unternehmen, das Gewinne machen will“, so der Ingenieur.

Es wolle seine Nutzer genau kennenlernen, um anderen Firmen mit diesen Informationen eine zielgruppengenaue Werbung zu ermöglichen, damit verdiene Facebook sein Geld. Das sollten Nutzer immer im Blick haben.

„User müssen sich auch klar darüber sein, dass nicht jeder Facebook-Freund ihnen Gutes will“, betont Sorge. Neben netten Menschen seien im Netz Kriminelle unterwegs, die Informationen für ihre Zwecke nutzten. Er selbst gehe daher mit persönlichen Daten zurückhaltend um. Wer Facebook gewerblich nutze, solle auf seinen Seiten Geschäftliches von Privatem sauber trennen.

Andreas Sorge

Quelle: EF

„Zu den Gefahren, die im Netz lauern, gehören Trojaner“, sagt der Ingenieur. Diese Schadsoftware könne einem Nutzer beim Anlegen eines Facebook-Profils eine falsche Seite unterschieben und so persönliche Daten abschöpfen. Unternehmer sollten daher darauf achten, ob es sich um eine gesicherte Adresse handele. Sie beginne mit https.

Ein anderer Tipp des Datenschützers: Beim Anlegen von Profilen werde oft nach dem Geburtsdatum gefragt. „Ich würde nie das wirkliche Datum nennen, da die Information in falsche Hände geraten kann“, so Sorge. Mit dem Geburtsdatum autorisierten sich Kunden häufig bei Telefonkontakten mit Banken, Versicherungen oder Institutionen.

„Viele Nutzer neigen dazu, im Netz salopp zu formulieren; auf Facebook können sie damit einen Shit-Storm, eine Welle der Empörung, auslösen“, warnt Sorge. Passiere das, gelte es, mit den Empörten ins Gespräch zu kommen, Fehler einzuräumen und Perspektiven aufzuzeigen. Das koste bei einigen 100 Posts schnell einige Stunden Zeit, was Existenzgründer an ihre Grenzen bringe. Größere Unternehmen beschäftigten oft eigene Mitarbeiter, die sich um den Internetauftritt kümmerten. Kommentare einfach nur zu löschen oder den Rechtsweg einzuschalten, stachele die Netzgemeinde dagegen vielfach erst richtig an.

Sorge, der aus Herford stammt, hat an der Fachhochschule in Holzminden seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur gemacht. Nachdem der Informatiker jahrelang nebenberuflich im Bereich Datenschutz tätig gewesen ist, hat er sich 2013 selbstständig gemacht. Zum Thema Facebook bietet er bei der Gründungs­beratung Mobil in Göttingen Seminare an.

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