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Immer weniger Mitarbeiter wollen ihrer Firma treu bleiben

Chef schlecht, Mitarbeiter weg Immer weniger Mitarbeiter wollen ihrer Firma treu bleiben

Fast jeder, genauer: 96 Prozent aller Mitarbeiter würden sich einen neuen Job suchen, wenn der Arbeitgeber nicht ihren Erwartungen entspricht. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie über die Generation Y, der neuen, jungen Mitarbeiter, die, so scheint es, immer selbstbewusster auftreten.

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Der autoritäre Chef gehört der Vergangenheit an. Mitarbeiter gehen heute schneller.

Quelle: EF

Göttingen. Eine Entwicklung, die Bernd Fritz-Kolle von der Teneo Organisationsberatung bestätigen kann. Der Unternehmensberater kennt sich aus, er hat unter anderem das Konzept für das Arbeitgebermarketing-Programm Topas – Top Arbeitgeber Südniedersachsen mit entwickelt. „Es gibt heute Dinge, die hätte es vor zehn Jahren überhaupt nicht gegeben. Beispielsweise haben viele Kliniken das Problem, Ärzte zu finden, insbesondere, wenn sie nicht in den Metropolen liegen. In Bad Pyrmont werden den Ärzten die Fahrtkosten bezahlt und sie mit dem Klinikshuttle vom Bahnhof abgeholt. Wir nennen das Buschgeld – damit die Leute in den „Urwald“ kommen.“

 
Man muss seinen Mitarbeitern heute etwas bieten – zumindest denen, die als Fachkräfte ein rares Gut am Arbeitsmarkt darstellen: Informatiker liegen da ganz vorne, Ärzte, Ingenieure. Allerdings, es ist eben nicht nur das Gewinnen neuer Mitarbeiter, das zu einer zunehmenden Herausforderung wird, sondern mittlerweile auch ihr Halten im Betrieb. „Das betrifft nicht nur die Generation Y, sondern auch die etwas Älteren“, meint Fritz-Kolle. „Der Grund ist, dass die Loyalitätsbindung der Mitarbeiter zu den Arbeitgebern deutlich sinkt, das heißt die Bindungsfähigkeit und -bereitschaft.“ Für die oftmals älteren Vorgesetzten und Unternehmer ist das durchaus eine Schwierigkeit, meint Fritz-Kolle, weil sie die jüngeren Mitarbeiter für ausgesprochen anspruchsvoll halten. Aber: „Die können es sich leisten. Es ist ein Arbeitnehmermarkt geworden.“ Das geht sogar so weit, dass es zunehmend schwerfällt, Mitarbeitern begreiflich zu machen, dass bestimmte Dienstzeiten eingehalten werden müssen und nicht immer auf individuelle Ansprüche Rücksicht genommen werden kann.

 
Eine alljährliche internationale Gallup-Umfrage hebt die Bedeutung des direkten Vorgesetzten für die Motivation und Loyalität der Mitarbeiter hervor. „Führung ist ein großes Thema – für den direkten Vorgesetzten, Teamleiter, Gruppenleiter“, beobachtet Fritz-Kolle. „Daher werden zunehmend auch alle Führungsebenen für ihre Rolle geschult.“ Aber: „Je kleiner das Unternehmen, desto seltener geschieht das.“ Vor allem im Handwerk gibt es Defizite.

 
Martin Rasmussen ist Geschäftsführer des noch jungen, aber sehr dynamischen und erfolgreichen Göttinger Unternehmens Copernicus, das im Wissenschaftsbereich Konferenzen organisiert und vor allem Open Access Publikationen betreut. Er hat selbst am Workshop zum Arbeitgebermarketing von Topas teilgenommen. „Bei einem mittelständischen Unternehmen wie uns ist die direkte Rolle des Chefs sehr wichtig. Ich muss vorleben, was ich von anderen erwarte. Regeln sind für alle da. In der Praxis bedeutet das, immer gut zuzuhören und den Überblick zu bewahren“, sagt er. Topas war wichtig für ihn, um sich der vielen unterbewusst ablaufenden Prozesse bewusst zu werden und sie aktiver zu gestalten. Der Erfolg und ein junges Team geben ihm Recht.

Von Sven Grünewald

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