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Wirtschaftsspionage durch Cyberangriffe

Innovative Unternehmen besonders gefährdet Wirtschaftsspionage durch Cyberangriffe

Spätestens seit dem erfolgreichen Hackerangriff auf die Router von Telekom-Kunden ist Cyberkriminalität in fast allen Unternehmen angekommen. Dabei haben es die Angreifer, darunter Nachrichtendienste und ausländische Firmen, vor allem auf das Know-how spezialisierter Firmen abgesehen.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Hann. Münden. Harald Bunte vom niedersächsischen Innenministerium zeigte auf Einladung der Wirtschaftsförderung Region Göttingen, wie leicht digitaler Informationsdiebstahl geworden ist. „Der klassische Angriff per E-Mail wurde perfektioniert“, so der Kriminologe. Perfektes Deutsch, eine personalisierte Anrede und ein inhaltlich auf den Arbeitsplatz zugeschnittener Wortlaut bewegten nach wie vor zum unkontrollierten Öffnen des Mailanhangs. Die darin versteckte Schadsoftware installiere sich in Sekunden, sammele automatisiert Informationen und gebe sie innerhalb von vier Minuten zurück an den Absender. „Weitere 120 Sekunden braucht der Virus, um das gesamte Unternehmensnetzwerk zu infizieren“, so Bunte.

Der Nürnberger Konzern Leoni sei etwa ein Opfer geworden. Hier erhielt ein für Bankgeschäfte autorisierter Mitarbeiter eine vermeintlich vertrauliche E-Mail eines Vorgesetzten mit der Aufforderung, eine dringende, geheime Finanztransaktion vorzunehmen. „Hinweise in der E-Mail, Stillschweigen zu bewahren, nahm der Mitarbeiter ernst und überwies 40 Millionen Euro“, erläuterte Bunte. Der Verbleib des Geldes, welches auf Konten in Osteuropa floss, sei bis heute unklar.

Drei Viertel der deutschen Unternehmen geben an, schon einmal einem Cyberangriff zum Opfer gefallen zu sein. „Die anderen 25 Prozent wissen es nur noch nicht“, so Bunte. Ein großes Risiko gehe auch von infizierter Hardware aus. „Ein Bauunternehmen, das auf ein besonderes Abdichtungssystem spezialisiert ist, verzeichnete über Monate einen Auftragsrückgang, sobald Angebotsabgaben per Mail abgegeben wurden. Anfragen per Fax konnte man fast immer gewinnen.“ Schuld war eine fremde Fritzbox in einem Büro. Hier wurden Daten abgezogen und der Konkurrenz überstellt. „Verschlüsselung“ und „Entnetzung“ seien Gegenmaßnahmen, doch „wirklich sicher, ist man leider nie“, so Bunte.sw

Warnung vor Goldeneye

Verschlüsselungs-Trojaner unterwegs: Aktuell wird vor einer neuen Schadsoftware namens „Goldeneye“ gewarnt, die in Form von überzeugend aufgemachten Bewerbungs-E-Mails an Personalabteilungen geschickt wird. An mindestens fünf Unternehmen in der Region sind in den vergangenen Tagen diese E-Mails versandt worden. In mindestens einer Firma in Göttingen wurden alle Dateien auf dem Rechner unbrauchbar gemacht, erklärt die Polizei. hein

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