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Verschiedene Welten zusammenbringen

Interview Präsident Uni Osnabrück Verschiedene Welten zusammenbringen

Prof. Wolfgang Lücke, Präsident der Uni Osnabrück, über die Kooperation von Hochschule und Wirtschaft.

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Prof. Wolfgang Lücke, Präsident der Uni Osnabrück.

Quelle: R

Auf welchen Ebenen arbeiten Uni Osnabrück und regionale Wirtschaft zusammen?

Zunächst muss man sehen, dass Universität und Hochschule bereits eng zusammenarbeiten. Wir haben beispielsweise eine gemeinsame Kontaktstelle Wissens- und Technologietransfer und die Zentrale Studienberatung, führen gemeinsam Promotionen sowie Studiengänge durch.

Es existieren auch traditionell enge Verbindungen zur Wirtschaft, da es hier ein deutlich stärkeres und vielfältigeres wirtschaftliches Umfeld als in Göttingen gibt. Hochschule und Universität ergänzen sich mit ihren Fächern sehr gut und können effizient in die verschiedenen Wirtschaftsbereiche hineinwirken.

Beispielsweise haben wir zusammen mit der Hochschule und zahlreichen anderen Partnern – nicht nur aus der Wirtschaft – schon vor zwei Jahren den Gesundheitscampus ins Leben gerufen.

Nicht zuletzt ist einer der wichtigsten Faktoren, dass die Wirtschaft bei uns Stiftungsprofessuren fördert, zum Beispiel in chinesischem Recht oder beruflicher Bildung. Also nicht nur in den klassischen Bereichen, die man mit einem ökonomischen Nutzwert verbindet. Ebenso werden Förderpreise von einigen Tausend Euro für die Umsetzung, nicht Erstellung, universitärer Arbeiten gestiftet

Welche „Lernprozesse“ müssen Wirtschaft und Hochschulen durchlaufen, damit Kooperationen funktionieren?

Es klingt etwas banal, aber man braucht natürlich ein wirtschaftliches Umfeld, das an Kooperationen mit Hochschulen interessiert ist. Das heißt viele Mittelständler, die keine eigene Forschungsabteilung unterhalten. Es nützt nichts, wenn eine Hochschule den Willen zeigt und Angebote macht, aber keine Abnehmer findet. Gefragt ist die Bereitschaft, gute Ideen aus den Hochschulen weiterzuentwickeln. Das ist die Stärke der Region um Osnabrück. Hat man diese Abnehmer nicht, muss man sie gewinnen. Sonst können Sie so viel Technologietransfer betreiben, wie Sie wollen – es wird dann nicht funktionieren

Was läuft in Osnabrück in Sachen Kooperation mit Stadt, Umland und Wirtschaft anders als Sie es aus Ihrer Göttinger Präsidiumstätigkeit kannten?

Dahinter steht auch eine andere Kultur. In Göttingen hat man sich stark auf die Grundlagenforschung ausgerichtet und so vielleicht eine gewisse Distanz eingenommen. Bei uns werden hingegen auch regional interessante Projekte gefördert, und zwar weitgehend aus der Region heraus. Bestes Beispiel ist eine Stiftungsprofessur für die Archäologie der römischen Provinzen.

Die vielen kleinen und mittelständischen Firmen, die die Region prägen, sind ganz froh, dass sie hier wissenschaftliche Einrichtungen haben, denn das macht die Region attraktiv. Da Osnabrück durch Zuwanderung geprägt ist, gibt es auch ein starkes Interesse, dass sich die Wissenschaft weiterentwickelt.

Die Bedeutung der Hochschulen für die Wirtschaft wird auch daran deutlich, dass die Kammern Treffen mit den neuberufenen Professoren organisieren, um sie vorzustellen. Ein guter wissenschaftlicher Standort muss heute auch ein guter sonstiger Standort sein. Das bedingt sich gegenseitig.

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