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Investor Wille übernimmt Weppner

Nach Insolvenz Neustart in Rosdorf Investor Wille übernimmt Weppner

Nach Kurzarbeit und Personalabbau musste die Firma Weppner Feinmechanik im Dezember 2009 Insolvenz anmelden. Nach einer Zitterpartie um Standort und Arbeitsplätze liegt jetzt ein Sanierungskonzept auf dem Tisch.

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In der Fertigungsplanung: Andreas Dornieden, Feinmechaniker Marko Rößler und Thorsten Wille (von links).

Quelle: Hinzmann

„Ein Beispiel für eine gelungene übertragende Sanierung“, kommentiert Burghard Wegener den Ausgang der Weppner-Insolvenz. Der Göttinger Rechtsanwalt hat es geschafft, einen Käufer für Immobilie und Grundstück, einen Arbeitgeber für die verbleibenden 15 Weppner-Beschäftigten zu finden. Thorsten Wille wird am 1. September in Rosdorf einsteigen. Der Inhaber der Göttinger Firma APS Antriebs-, Prüf- und Steuertechnik GmbH ist Chef der neu gegründeten Firma APS Feinmechanik GmbH. „Man muss die Firma erhalten“, hatte Insolvenzverwalter Wegener schon vor Monaten gefordert und der Gläubigerversammlung im März verschiedene Lösungen präsentiert. Vor zwei Monaten dann zeichnete sich eine übertragende Sanierung mit Thorsten Wille ab. Dessen Firma, die seit 1993 weltweit Geotechnik- und Baustoffprüfgeräte für Forschung und Industrie unter der Marke Wille Geotechnik vermarktet, war auf der Suche nach weiteren Fertigungsflächen. In der eigenen feinmechanischen Werkstatt mit Montage am APS-Standort Chemnitz sei Expansion nicht möglich.

Das Angebot aus Rosdorf passte gut. 2200 Quadratmeter Gewerbe- und Büroflächen – zu viel für die Feinmechanik, genug für die neue Wille-Gruppe. Unter dem Dach des im Jahr 2003 bezogenen Gebäudes in der Götzenbreite werden künftig beide Firmen arbeiten, kooperieren und Synergien nutzen, kündigt Wille an. Der Umzug der Muttergesellschaft mit 25 Beschäftigten aus dem Wagenstieg in die Götzenbreite soll in sechs Monaten erfolgen, so die Pläne.

Wille hat alle Weppner-Mitarbeiter übernommen, auch Andreas Dornieden. Der ehemalige Betriebsleiter (48-jährig und seit 24 Jahren in der Firma) ist ab 1. September Geschäftsführer der APS Feinmechanik. „Er kennt den Laden in- und auswendig“, begründet Wille die Entscheidung. Ulrich Weppner indes, der das Unternehmen 1992 von Vater Fritz Weppner übernahm, ist nicht mehr dabei. Der 1967 gegründete Betrieb, der Unternehmen aus der Laser-, Solar-, Biotech- und Maschinenbauindustrie mit Baugruppen und Produkten beliefert, war ab Januar 2009 durch Auftragseinbrüche ins Schlingern geraten. Jetzt seien die Bücher wieder voll, berichtet Dornieden und kündigt Neueinstellungen an.

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