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Jacobi-Werk Duderstadt bleibt 2009 geschlossen

Standort bleibt erhalten Jacobi-Werk Duderstadt bleibt 2009 geschlossen

Die Produktion der Jacobi Tonwerke GmbH am Standort Duderstadt wird in diesem Jahr nicht mehr anlaufen. 26 Beschäftigte sind vom Beschluss der Bilshäuser Geschäftsleitung betroffen.

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Produktion läuft hier in diesem Jahr nicht mehr an: Jacobi Tonwerk in Duderstadt

Quelle: Mischke

Die Produktion der Biberschwanz-Ziegel ist seit jeher ein Saisongeschäft. Ende des Jahres 2008 wurde denn auch, wie in allen Jahren, die Produktion des Standortes Duderstadt eingestellt. Anders als in den Jahren zuvor, liefen die Maschinen in der Dr. Hellrung Straße. 5 aber Anfang April 2009 nicht wieder an. Der Grund aus Sicht der Betreiber: „Drastische Nachfragerückgänge“. Deshalb, so teilt die Geschäftsleitung mit, habe man sich zur „Nichtinbetriebnahme des Biberwerkes in der Saison 2009“ entschlossen. 

Es handele sich dabei nicht um eine Werksschließung, stellt Geschäftsführer Klaus Jacobi klar. Die Produktionshalle mit allen Maschinen bleibe erhalten. In Duderstadt schließlich sei das Unternehmen 1860 gegründet worden, bringt Jacobi in Erinnerung. Fakt sei, dass der Hof knallvoll mit Ziegeln stehe. „2,8 Millionen Stück“, so Jacobi. Damit sei die Lieferfähigkeit gewährleistet, kein Bauherr müsse auf Biberschwanzziegeln verzichten. Mit dem Bestand könne das Jahr überbrückt werden, weitere Produktion indes mache betriebswirtschaftlich keinen Sinn. Schon die Jahre 2007/2008 seien schwächer gewesen. Eine Verlagerung der Arbeitsplätze an den Standort Bilshausen schließt Klaus Jacobi aus. Das so genannte Strangpressverfahren, das in Duderstadt angewandt werde, sei eine ganz spezielle Technologie. 

26 Beschäftigte sind von der jetzt angeordneten Produktionsstilllegung betroffen. Sie seien bereits informiert. Die  Beschäftigten hätten aber eine Wiedereinstiegsgarantie, wenn die Produktion wieder anlaufe, so Jacobi weiter. 

Biber zur Sanierung

Und dass es in Duderstadt weitergeht, steht für die Geschäftsleitung fest. Die in Duderstadt gefertigten Ziegel  seien Spezialanfertgungen, plattige Pfannen, beschreibt Jacobi. Sie kämen in der Hauptsache bei der Sanierung historischer Gebäude zum Einsatz, viel in den neuen Bundesländern. Und da sehe es zurzeit schlecht mit Aufträgen aus. Rückläufige Genehmigungszahlen und sinkende Sanierungsbereitschaft kennzeichneten die Marktlage. 

Am Jacobi-Hauptsitz in Bilshausen, an dem auch wegen des Wegfalls der Eigenheimzulage lange Kurzarbeit gefahren worden sei, liefen indes alle Produktionswerke für Falzziegel und Zubehör fast wieder im normalen Produktionsfluss, erklärte gestern Geschäftsführer Helmuth Jacobi. Das Geschäft habe am Stammsitz Bilshausen deutlich angezogen. 

Die Unternehmensgruppe Jacobi beschäftigt an den Standorten Bilshausen, Duderstadt und Langenzenn (Franken) 480 Mitarbeiter. Der Marktanteil: 10 Prozent.

Von Hanne-Dore Schumacher

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