Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -5 ° wolkig

Navigation:
JadeWeserPort wird Logistikoption

Einblicke in neue Möglichkeiten JadeWeserPort wird Logistikoption

Der „Neuling“ mausert sich. Nach Startschwierigkeiten präsentiert sich Deutschlands einziger tidenunabhängiger Container-Tiefseehafen, der JadeWeserPort in Wilhelmshaven, als ernstzunehmende Umschlagstelle für Logistiker. Das vermittelte ein Seminar der Göttinger Wirtschaftsförderung.

Voriger Artikel
Veranstaltungsreihe zur Unternehmensgründung in Göttingen
Nächster Artikel
Bernteröder Forschungsprojekt: Hubkompensator deckt Stromverbrauch

Andreas Bullwinkel vom JadeWeserPort stellte die Hafen-Potenziale für Logistiker dar.

Quelle: Heller

Göttingen. „Wir haben viele Ansatzpunkte gewonnen, die uns helfen, Geschäft in Richtung Wilhelmshaven zu realisieren“, gibt Michael Tillner, der für Land-, Luft- und Seeverkehre zuständige Geschäftsführer der Göttinger Friedrich Zufall GmbH, seine Eindrücke des Seminars wieder. Mit „Hafen trifft Festland“ hatten die GWG Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen, der Logistik- und Mobilitätscluster Göttingen Südniedersachsen (LMC) und der JadeWeserPort norddeutschlandweit nach Göttingen geladen, um die Logistikpotenziale des neuen Überseehafens für das Hinterland zu veranschaulichen.

Etwa 60 Gäste, etwa ein Drittel aus Südniedersachsen, ein Drittel aus dem Raum Hannover und ein Drittel aus Hamburg, Bremen und Ostfriesland kamen, um den hochkarätigen Referenten zuzuhören. „Wir sind mit der Teilnehmerzahl absolut zufrieden“, sagt Christine Kroß vom LMC. „Und es gab einen regen Austausch sowie sehr konkretes Interesse am Thema.“

Denn Wilhelmshaven biete inzwischen viele Vorteile gegenüber den direkten Konkurrenten Rotterdam, Antwerpen, Bremerhaven und Hamburg, wie Andreas Bullwinkel, Geschäftsführer der Container Terminal Wilhelmshaven JadeWeserPort-Marketing GmbH, deutlich machte. Das spiegele sich auch im deutlichen Aufwärtstrend des Frachtumschlags.

Von Göttingen aus gesehen liegt Antwerpen etwa 470 Kilometer entfernt, im Falle Rotterdams sind es 500 Kilometer, der Hamburger Hafen ist 270 Kilometer entfernt und Wilhelmshaven 340 Kilometer. Dass Hamburg näher liegt, sei aber nur die eine Seite der Kalkulation, betonte Michael Tillner. „Wir haben in Hamburg sehr viel Wartezeit durch das Laden, bis das Schiff aus dem Hafen ist, Warterei beim Zoll. Hinzu kommt die Verkehrssituation in der Stadt.“ Da lohne es, eine Kalkulation für Wilhelmshaven anzustellen. „Ich war überzeugt von dem Auftritt.“

Auch seeseitig habe Wilhelmshaven den Vorteil, unproblematisch für die Superfrachter der aktuellen (mit über 19000 Containern) und kommenden Generation zu sein und vor allem von den Hochseewegen sehr schnell erreichbar zu sein. Während die sogenannte Revierfahrt nach Hamburg mindestens knapp 55 Stunden dauert, sind es nach Wilhelmshaven nur etwa 30 Stunden. Für Oliver Meng von der neben Maersk weltgrößten Reederei MSC führt mittelfristig kein Weg mehr am JadeWeserPort vorbei – durch seine Tidenunabhängigkeit, aber auch durch seine Hinterlandanbindung – die für Reeder immer wichtiger werden. So hat MSC deutschlandweit einige Stützpunkte und Zugverbindungen eigerichtet.

Inzwischen wird der Hafen auch intensiver von Frachtschiffen angelaufen, so dass ein reibungsloserer Versand von Waren möglich ist, auch wenn hier noch Luft nach oben besteht. Feste Linienverbindungen bestehen nach Übersee in den arabischen Raum, nach Indien und Fernost, daneben bestehen mehrere Ostseeverbindungen, 14 regelmäßige Frachtzugverbindungen steuern Wilhelmshaven inzwischen aus dem Hinterland an. Noch ist das See-Verbindungsnetz nicht dicht genug, sodass Warenströme erst teilweise nach Wilhelmshaven fließen. Doch mit zögerlichen Warenströmen auch nur ein zögerlicher Ausbau des Verbindungsnetzes. Dennoch: Stück für Stück scheint der JadeWeserPort auch für regionale Logistiker stärker in den Fokus zu geraten und eine wirtschaftliche Alternative darzustellen. „Im Gesamtpaket scheint mir Wilhelmshaven doch auf Dauer die beste Lösung zu sein“, so Tillner.

Von Sven Grünewald

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 10.529,50 +0,15%
TecDAX 1.687,00 +0,03%
EUR/USD 1,0673 ±0,00%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

DT. TELEKOM 14,69 +0,71%
BAYER 87,21 +0,71%
HEID. CEMENT 83,50 +0,67%
DT. BANK 14,73 -1,98%
VOLKSWAGEN VZ 118,37 -0,71%
LUFTHANSA 12,14 -0,50%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Bakersteel Global AF 166,72%
Structured Solutio AF 154,79%
Stabilitas PACIFIC AF 142,96%
AXA IM Fixed Incom RF 141,93%
Crocodile Capital MF 122,39%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt