Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 6 ° Sprühregen

Navigation:
Jenoptik Göttingen: Neustart mit koreanischem Investor

Laser-Unternehmen schreibt nun schwarze Zahlen Jenoptik Göttingen: Neustart mit koreanischem Investor

Der Einstieg eines koreanischen Unternehmens bei der Göttinger Laser-Firma Innovavent GmbH beginnt sich auszuzahlen. „Im vergangenen Jahr 2014 haben wir erstmals schwarze Zahlen geschrieben. Der Umsatz stieg von bisher zwei bis drei Mio. auf 4,5 Mio. Euro“, berichtet der geschäftsführende Gesellschafter Hans-Jürgen Kahlert (59).

Voriger Artikel
Gemeinde Wulften will negativer Bevölkerungsentwicklung entgegenwirken
Nächster Artikel
AGV mahnt grundsätzlichen Wandel in Zuwanderung an

Arbeiten seit Jahren zusammen: Innovavent-Physiker Peter Oesterlin, Berthold Burghardt und Hans-Jürgen Kahlert (von links).

Quelle: Vetter

Göttingen. Um das Wachstum zu bewältigen, benötigte das 2003 gegründete Unternehmen über die 470 Quadratmeter in der Bertha-von-Suttner-Straße 5 hinaus zusätzliche Flächen.

Die Göttinger, die elf Mitarbeiter, darunter sechs Physiker, beschäftigen, mieteten daher bereits 2012 zusätzliche 220 Quadratmeter Fläche im Laser-Laboratorium Göttingen an.

Kahlert holte den koreanischen Maschinenbauer EO Technics (400 Mio. US-Dollar Umsatz) als Partner dazu, als er 2011 ein sogenanntes Management-buy-out wagte. Gemeinsam mit den Koreanern kaufte er der Jenoptik AG deren Tochterfirma Innovavent ab.

EO Technics ist an den Göttingern interessiert, weil er die Laser in seine Anlagen integrieren kann. Die Koreaner sind zudem mit den Märkten in Asien gut vertraut, wo Innovavent 90 Prozent seines Umsatzes macht.

Kahlert wiederum braucht EO Technics, weil die für zusätzliche Aufträge sorgen und zudem die Vorfinanzierung übernehmen. „Unsere Laser-Systeme kosten schnell einmal eine Mio. Euro“, erklärt der Geschäftsführer. Innovavent entwickelt und montiert Systeme, bei denen ein sogenannter grüner Festkörperlaser eine dünne, 30 Mikrometer (Millionstel Meter) schmale und bis zu 750 Millimeter lange Lichtlinie erzeugt.

Mit den Lichtblitzen werden bei der Produktion von Hochleistungstransistoren, die zur Steuerung von Motoren oder Wechselrichtern dienen, die Silizium-Schichten aktiviert. Auch bei der Herstellung von Kamerachips für Smartphones kommen die Laser zur Anwendung.

Ein neues Feld ist das Abheben von hauchdünnen Kunststoffdisplays von Glasflächen, auf denen sie hergestellt worden sind. Kahlert arbeitet seit Jahren mit den promovierten Physikern Peter Oesterlin (66) und Berthold Burghardt (64) zusammen. Alle kommen von der Firma Lambda Physik (heute Coherent).

Kahlert übernahm Anfang der 90er-Jahre beim neu gegründeten Göttinger Unternehmen Microlas als geschäftsführender Gesellschafter. Oesterlin und Burghardt folgten später. Gemeinsam machten sie sich dann mit Innovavent selbstständig. 2004 übernahm Jenoptik die Firma. Kahlert gehörte zeitweise im Mutterkonzern der Geschäftsführung an. Seit zwei Jahren stellt Innovavent Physiker ein, um den Generationenwechsel vorzubereiten.

Voriger Artikel
Nächster Artikel
DAX
Chart
DAX 11.173,50 -0,05%
TecDAX 1.741,00 +0,46%
EUR/USD 1,0619 +0,05%

Quelle: Sponsor Deutsche Bank / Realtime Indikation

Aktien Tops & Flops

FRESENIUS... 69,16 +1,27%
LUFTHANSA 12,94 +1,01%
BAYER 93,91 +0,87%
HEID. CEMENT 87,90 -0,51%
VOLKSWAGEN VZ 127,50 -0,47%
BMW ST 88,42 -0,15%

Wertpapiersuche

Wechselkurse interaktiv

Weltkarte

Fonds Top Performer 3 Jahre

Fondsname FA Perf. 3J.
Structured Solutio AF 165,03%
Crocodile Capital MF 122,39%
Stabilitas GOLD+RE AF 111,00%
Polar Capital Fund AF 103,34%
Fidelity Funds Glo AF 92,98%

mehr

Wirtschaft Rubriken
Rubriken Wirtschaft Göttingen und die Welt