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Karlsson zieht ins Dach

Studie fordert zusätzlichen Wohnraum durch Dach-Aufstockung Karlsson zieht ins Dach

Um den Ausbau oder die Aufstockung von Dächern geht es in fünf Prozent der Bauanträge, die bei der Stadt Göttingen gestellt werden. Tendenz seit 2010: leicht fallend. An einer Veranstaltung zum Thema, die das Bündnis für bezahlbares Wohnen ausrichtet, nimmt Stadtbaurat Thomas Dienberg Ende April teil.

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Erhielt ein zusätzliches Stockwerk: Wohnhaus in der Südstadt Hugo-Junkers-Straße Ecke Zeppelinstraße.

Quelle: Wenzel

Göttingen. Mehr als anderthalb Millionen zusätzliche Wohnungen ließen sich in Deutschland durch Dach-Aufstockung schaffen. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die die Technische Universität Darmstadt und das Pestel-Institut Hannover im Auftrag von elf Organisationen und Verbänden der deutschen Planungs-, Bau- und Immobilienbranche erstellt haben. Gerade in Universitätsstädten, so die Studie, wo Wohnraum knapp und teuer sei, würden Aufstockungen den Markt entspannen. Zwei Vorteile: Es würden keine zusätzlichen Grünflächen versiegelt. Neue Straßen, Ver- und Entsorgungsleitungen seien nicht nötig.

„Immer wenn es um die energetische Sanierung von Dächern geht, ist der Ausbau oder die Aufstockung ein Thema“, sagt der Obermeister der Bau-Innung Südniedersachsen, Christian Frölich. In Weende oder der Südstadt seien in den vergangenen zwei, drei Jahren bei einer Reihe von Mehrfamilienhäusern mit sechs bis acht Wohnparteien die ungenutzten Dachböden ausgebaut worden. Da sich oft auf den Grundstücken keine zusätzlichen Parkplätze ausweisen ließen, zahlten die Bauherren der Stadt eine finanzielle Ablösung. Das löse allerdings die oft schon bestehenden Parkprobleme nicht, die durch die Verdichtung der Wohnbebauung noch zunehmen würden, so der Obermeister.

„Ein Problem bei Aufstockungen ist zum Teil, dass die Feuerwehr die neuen Wohnungen von der Straße aus nicht anleitern kann“, sagt Charlotte Kolle von der Göttinger Architekten-Werkstatt. Dann sei ein zweiter Fluchtweg zu schaffen. Bei älteren Gebäuden müsse zudem oft das Treppenhaus, das nicht in einem Zug nach oben führe oder in Holz ausgeführt sei, ertüchtigt werden.

„Zum Teil will die Denkmalpflege mitreden, etwa wenn es um den Bau von Dachgauben geht“, weiß Matthias Duhm von bmp architekten, der in Göttingen monatlich einen Architektenstammtisch ausrichtet. Einigen Eigentümern werde es dann zu teuer. Auch bei den Trauf- und Firsthöhen gebe es Auflagen. Eine generelle Befreiung könne es in diesen Punkten nicht geben, betont der Pressesprecher der Stadt, Detlev Johannson. Der Einzelfall würde aber immer sorgfältig geprüft, stellt er klar.

„Bei Einfamilienhäusern entstehen durch den Dachausbau oft nur zusätzliche Zimmer“, berichtet Obermeister Frölich. „Die Eigentümer wollen häufig keine weiteren Personen im Haus haben“, hat Architekt Duhm erfahren. Viele Ältere investierten aus persönlichen Gründen nicht mehr. Das stelle angesichts des demographischen Wandels eine Herausforderung dar.

Daten und Fakten:

Durch Dach-Aufstockung lassen sich bei 580000 Mehrfamilienhäusern, die zwischen 1950 und 1990 in Deutschland entstanden sind, 1,12 Millionen Wohnungen zusätzlich schaffen, so die Studie der Technischen Universität Darmstadt und des Pestel-Instituts Hannover. Weitere 420000 Wohnungen ließen sich auf Gebäuden realisieren, die vor 1950 errichtet wurden. Die neuen Wohnungen wären durchschnittlich 85 Quadratmeter Wohnfläche groß. Nach Berechnungen des Pestel-Instituts steigt der Wohnungsbedarf für Göttingen im laufenden Jahr 2016 auf rund 2460 Wohnungen. Zuletzt entstanden jährlich im Schnitt 310 neue Wohnungen in Stadt und Landkreis.

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