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Klinikum Hann. Münden: Angebotsverfahren abgeschlossen

Angebote werden geprüft Klinikum Hann. Münden: Angebotsverfahren abgeschlossen

Stichtag ist Mittwoch, der 2. Juni. Bis dahin können noch sogenannte indikative, also unverbindliche Angebote für die Insolvenzmasse der Arbeiterwohlfahrt-Gesundheitsdienste (AWO-GSD) abgegeben werden.

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Das Klinikum in Hann. Münden.

Quelle: Hinzmann

Hann. Münden. Zu verkaufen sind verschiedene Gesundheitseinrichtungen in Bad Münder, Hannover und Hann. Münden mit insgesamt etwa 1000 Beschäftigten, unter denen die beiden Hann. Mündener Kliniken hervorragen: das Nephrologische Zentrum Niedersachsen (NZN) als Transplantations-Spezialklinik sowie das Krankenhaus Hann. Münden (KHM) als Akutkrankenhaus für die Grund- und Regelversorgung.

 

Kurz vor Abschluss des Angebotsverfahrens war durchgesickert, dass es insgesamt vier Bieter geben soll: die Gesundheit Nordhessen Holding aus Kassel (GNH), die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) sowie die privaten Gesundheitskonzerne Asklepios und Sana. Angaben, die Insolvenzverwalter Dr. Rainer Eckert korrigiert. Demnach sei einer der vier angeblichen Bewerber nicht mit einem Angebot dabei und insgesamt lägen auch mehr als vier Angebote vor. Konkretere Angaben dürfe er nicht machen.

 

So vielfältig die zum Verkauf stehenden Einrichtungen sind, so unterschiedlich sind offenbar auch die bislang abgegebenen Angebote. „Wir sind daran interessiert, möglichst große Pakete zu verkaufen, aber es gibt auch Angebote für einzelne Teile“, so Eckert. Der Insolvenzverwalter geht davon aus, dass die Teilkaufgebote überwiegen werden. Aber auch Gebote für Einzelobjekte sind möglich. Angesichts der Angebotssituation kann sich Eckert noch jedes Szenario vorstellen – Komplettverkauf, Zerschlagung und auch, dass keines der Angebote eine Grundlage zur Weiterverhandlung bietet. Dann bestünde noch die Option für ein eigenes Sanierungskonzept.

 

Verdi will Branchenruf des Käufers berücksichtigt sehen

 

Zu entscheiden haben darüber die Gläubiger, aber auch die Belegschaft muss am Ende zustimmen. Von Seiten der Gewerkschaft Verdi kam daher schnell der mahnende Hinweis, bei der Entscheidung über den Kauf auch den bisherigen Branchenruf des Käufers zu berücksichtigen. Denn aus Gewerkschaftssicht sind mit Sana und Asklepios – so sie tatsächlich Angebote abgegeben haben – zwei Gesundheitskonzerne im Rennen, die nicht für ihre Arbeitnehmerfreundlichkeit bekannt seien. „Der Asklepios-Konzern steht bundesweit für die Ablehnung von Tariftarifverträgen“, sagt Julia Niekamp, zuständige Verdi-Gewerkschaftssekretärin für die Mündener Kliniken. „Es gibt keinen konzernweiten Tarifvertrag, der Konzern weigert sich auch seit Jahren, nach der Übernahme neuer Krankenhäuser für diese einzelnen Kliniken Haustarifverträge abzuschließen. Das führt dazu, dass wir im ganzen Bundesgebiet Asklepios-Häuser mit jahrelangem Gehaltsstillstand haben.“ Auch der Sana-Konzern, getragen von mehreren Privaten Krankenkassen und mit einem Überschuss von fast 60 Millionen Euro, sei aus Arbeitnehmersicht kein einfacher Arbeitgeber. „Wir wollen für die über 600 Mündener Beschäftigten Standortsicherung und den Erhalt der Tarifbindung auf Dauer und auch der betrieblichen Altersversorgung. Das müssen zentrale Kriterien für die jetzigen Entscheider sein.“

 

Nachvollziehbar nennt Eckert die Haltung der Gewerkschaft. Und natürlich spielten bei der Verkaufsentscheidung neben dem reinen Kaufpreis auch weitere Aspekte wie etwa die Beschäftigungssicherung eine wichtige Rolle. Nur: „In der jetzigen Situation“, so die Einschätzung des Insolvenzverwalters, „können wir überhaupt schon froh sein, wenn wir eine tragfähige Lösung auf die Beine stellen. Wir sind nicht ohne Grund in der Situation, dass sich das Unternehmen im Insolvenzverfahren befindet.“

von Sven Grünewald

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