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Konferenz beim Messtechnikunternehmen Mahr

Kinderbetreuung Konferenz beim Messtechnikunternehmen Mahr

Betreuungsangebote nachgefragt: Trotz 80 Prozent männlicher Mitarbeiter stellt Mahr ein großes Interesse an Kinderbetreuung fest. Auf einer Dialogveranstaltung bei dem Göttinger Messtechnikunternehmen ging es um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

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Außenansicht der Leinekrippe von Mahr.

Quelle: r

Göttingen. Die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung hatte die Veranstaltung ausgerichtet. Mahr betreibt in der Carl-Mahr-Straße gemeinsam mit freien Trägern eine Kindertagesstätte und zwei Krippen.

Nach entsprechenden Betreuungsangeboten werde bereits im Bewerbungsgespräch gefragt, berichtete Barbara Fuisting von der Personalabteilung des Unternehmens den 45 Teilnehmern. Mahr habe unter anderem mit einer Flexibilisierung der Arbeitszeiten reagiert.

„Eltern sind heute oft beide berufstätig“, erklärte Christoph Kose von der Stiftung. Sie verbrächten weniger Zeit mit ihren Kindern und seien daher mehr als früher auf Hinweise der Erzieherinnen angewiesen. Diese würden zu Beraterinnen der Eltern.

Die Gesellschaft erkenne zunehmend, dass in den Kindertagesstätten die Weichen für die spätere Bildungskarriere von Kindern gestellt würden. Wichtige Themen seien zudem gesunde Ernährung oder Bewegung.

„Wir wollen den Blick auf die Arbeitsbedingungen der Erzieherinnen richten“, sagte Kose. Die Krankenstände lägen überdurchschnittlich hoch, was mit der hohen Arbeitsbelastung zu tun habe.

Die gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit von Erzieherinnen, aber auch deren Bezahlung könnten besser werden. Die Stiftung will verstärkt den Blick auf die Qualität von Kindertagesstätten richten. „In den vergangenen zehn Jahren ging es vor allem um den Ausbau der Betreuung“, meint Kose. Die Kinder müssten sich in den Einrichtungen aber auch wohl fühlen. Es sei für sie ein Stück zuhause.

„Eine große Herausforderung, vor der Kindertagesstätten heute stehen, ist die Integration der Flüchtlingskinder“, erklärte Kose. Es gehe um die Vermittlung von Deutschkenntnissen sowie von Werten, um interkulturelle Kompetenzen bei den Erzieherinnen und darum, Flüchtlingseltern über das deutsche Bildungswesen zu informieren.

„Uns beschäftigt zudem, wie sich in Zeiten des demographischen Wandels im ländlichen Raum attraktive Kinderbetreuungsangebote machen lassen“, sagte der Stiftungsmitarbeiter. Gelinge das nicht, beschleunige sich die Abwanderung in die Ballungszentren noch.

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