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Konflikte sind wie Eisberge

Konfliktlösung für den Beruf nachgefragt Konflikte sind wie Eisberge

Mit 50 Anmeldungen gut besucht: Die vom Verdi-Bildungswerk organisierte Veranstaltung „Konflikte am Arbeitsplatz – wie lassen sie sich lösen?“ stieß auf breites Interesse, denn der Berufsalltag bringt vielfältige Konflikte mit sich.

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Moderatorin Ilka Petersmann.

Quelle: Rudolph

Göttingen. Die Teilnehmer kamen aus den unterschiedlichsten Gründen: Einer hat einen Kollegen, der müffelt, ein anderer einen Vorgesetzten, der als ehemaliger Offizier seine Abteilung so führt, als wäre sie eine militärische Einheit. Einer möchte lernen, wie er Konflikte in seiner Arbeitsgruppe lösen kann, eine andere erfahren, wie sie und ihre Kolleginnen mit der vorgesetzten Behörde umgehen sollen, mit der es häufig Ärger gibt.  

Moderatorin Ilka Petersmann, studierte Germanistin und als freiberufliche Kommunikationstrainerin tätig, wies zunächst auf den Automatismus „sehen, interpretieren, bewerten“ hin. Das sei ein völlig natürliches Verhalten, führe aber häufig dazu, dass das Gegenüber nur unzureichend verstanden wird, weil die Bewertung ausschließlich auf dem basiert, was sichtbar ist. Das machte Petersmann am Eisberg-Modell deutlich.

Demzufolge gibt es bei jedem Konflikt zwei Ebenen: eine sichtbare und eine unsichtbare, die unterschiedlich groß sind. Die sichtbare besteht aus der konkreten Sachlage, dem gesprochenen Wort sowie aus Mimik, Gestik und Körpersprache und ist die weitaus kleinere der beiden Ebenen. Die unsichtbare beinhaltet dagegen Ziele, Gefühle, Interessen, Erwartungen, Interpretationen, Wünsche und Bedürfnisse. Über diese müsse man sich klar werden – und zwar zunächst über die eigenen, dann über die des Gegenübers – um zum Kern des Konflikts zu kommen und eine Lösung zu finden. 

 
Um Gespräche nicht eskalieren zu lassen, sei es ratsam, zunächst aktiv zuzuhören, anschließend die Worte des Gegenübers sinngemäß zu wiederholen und schließlich das Problem zu verbalisieren: „Du bist sauer, weil …“ Wichtig sei es, nicht über die Gegenseite und ihre Fehler zu sprechen, sondern über sich selbst und die eigene Position.

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