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Konjunkturbericht für Südniedersachsen

Handwerk brummt Konjunkturbericht für Südniedersachsen

„Das Jahr 2015 stellt konjunkturell sogar das Hoch des Vereinigungsbooms der frühen 90er-Jahre in den Schatten.“ Mit dieser positiven Nachricht eröffnete Delfino Roman, Präsident der  Handwerkskammer Hildesheim-Südniedersachsen, die Pressekonferenz zur Konjunkturberichterstattung.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Auch der Ausblick auf 2016 ist positiv. Laut Bericht blicken in allen Branchen Betriebsinhaber auf eine mindestens befriedigende Geschäftslage bei eine personellen Auslastung von 89,4% zurück. Dies seien die Indikatoren dafür, warum das südniedersächsische Handwerk positiv auf das Jahr 2016 blicke.

Doch Roman fand auch mahnende Worte: Zu schaffen mache den Betrieben der Fachkräftemangel. Zudem wirke sich die gut laufende Konjunktur negativ auf das Gründungsgeschehen und Weiterbildungsverhalten aus.
Zudem könne die hohe personelle Auslastung auch schnell zu Überlastungen der Arbeitnehmer führen. Das wiederum erhöhe die Fehlerwahrscheinlichkeit und führe zu steigenden Kontrollkosten.

Hauptgeschäftsführerin Ina-Maria Heidmann wies auf  „eine ausgeprägte Konkurrenz um qualifizierte Kräfte“ hin, von denen weiterhin viele in die Industrie gingen oder  den Weg an die Hochschulen einschlügen. Für die Handwerksbetriebe seien daher verstärkt Investitionen in Weiterbildung sowie Erhöhungen der Entgelte notwendig.

Die handwerkspolitischen Akteure versuchten den sinkenden Ausbildungszahlen und dem Fachkräfte-Rückgang entgegenzuwirken. Die Kammer nannte etwa das Projekt „Early Bird“, das dazu beitragen soll, Ausbildungsabbrüche oder -wechsel in andere Wirtschaftsbereiche zu verringern.

Als „weiterhin hoch“ wird die Qualität der Ausbildung beurteilt. Als Beweis dafür verwies Roman auf den Leistungswettbewerb des Handwerks. Hier stellten im vergangenen Jahr Gesellinnen und Gesellen aus dem Kammerbezirk dreimal den Bundessieger und 13-mal den Landessieger.

Die Zahl der Ausbildungsverhältnisse stieg im Vergleich zu 2014 um 2 Prozent. Es wurden 1374 neue Ausbildungsverträge abgeschlossen. In den Betrieben des Südniedersächsischen Handwerks befinden sich in allen drei Lehrjahren 3400 Auszubildende.

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