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Kraftstoffpreise und Frachtkosten

Speditionsbranche Kraftstoffpreise und Frachtkosten

Steigende Kraftstoffpreise werden häufig als Begründung für Preiserhöhungen bei Speditionen und im öffentlichen Personennahverkehr genutzt. Haben andererseits die seit längerem niedrigen Dieselpreise nun Preissenkungen zur Folge?

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Burkhard Plautz, Fahrer der Spedition Quentin in Groß Schneen, betankt seinen LKW mit Dieswelkraftstoff.

Quelle: Heller

Tatsächlich wird ein Teil der Kraftstoffkosten bei Speditionen und im Nahverkehr über Gleitklauseln an die Kunden weitergegeben, sofern sie nicht bereits in den Frachtkosten integriert sind. Ist der Diesel teuer, steigen die Frachtkosten. Sinkt der Preis hingegen, wird der Transport billiger. An der Ertragssituation für die Spediteure ändert das nichts. Sie profitieren lediglich indirekt, da niedrige Ölpreise die Wirtschaft beflügeln und folglich die Nachfrage nach Transporten steigt.

"Steigende Fahrerlöhne, akuter Fahrermangel"

Dies bestätigt Florian Schmidt, Kaufmann für Speditions- und Logistikdienstleistungen beim Göttinger Spediteur Gö Sped. „Die Transportkosten hängen von einer ganzen Reihe an Nebenkosten ab. Zum Beispiel steigende Fahrerlöhne, der akute Fahrermangel sowie teurer werdendes Equipment. In erster Linie sind aber die aktuelle Marktlage und Nachfrage entscheidend“, sagt Schmidt. Beispielsweise zog im ersten Quartal 2016 der europäische Transportmarkt so stark an wie seit drei Jahren nicht mehr. Im gleichen Zeitraum stieg der schwankende Diesel-Floater steil von 79,75 auf 96,12 Euro pro Hektoliter. Die Preise auf dem Speditionsmarkt verteuerten sich jedoch nur ganz leicht.

Spedition

Speditionskaufmann Florian Schmidt

Quelle: r

Dies sei unter anderem eine Folge des Konkurrenzdrucks, analysiert Schmidt. „Früher hatten die meisten Kunden einen Stammspediteur. Heute werden Sendungen auf mehrere Speditionen verteilt, die sich dann gegenseitig zu unterbieten versuchen“, erklärt der 25-jährige Bilshäuser.

Speditionen setzen auf umwelteffiziente Lkw

Zwischen „zehn und 20 Prozent“ beziffert Sebastian Quentin den Anteil der Dieselkosten im Gesamtetat. Trotz der verhältnismäßig geringen Bedeutung setzen Speditionen auf umwelteffiziente Lkw, betont der Geschäftsführer von Quentin Transporte & Baustoffe aus Groß Schneen. „Ein Fahrzeug der Kategorie A ist zwar in der Anschaffung teuer, kann allerdings lohnenswert sein, da sich ein paar Euro pro Tour einsparen lassen“, meint Gö-Sped-Logistiker Schmidt.

Tarifanpassungen im öffentlichen Verkehr gehen ebenfalls in erster Linie auf Personalkosten zurück. „Der Dieselpreis ist ein großer Kostenblock bei uns, aber bei Weitem nicht der größte“, sagt Stephanie Gallinat-Mecke, Pressesprecherin der Göttinger Verkehrsbetriebe. Dennoch werde bei der Anschaffung von Fahrzeugen viel Wert auf einen geringen Kraftstoffverbrauch gelegt. „Unsere Fahrer werden sogar in spritsparendem Fahren geschult“, berichtet Gallinat-Mecke.

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