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Betrugsmasche mit Dach-Ausbesserung

Kreishandwerkerschaft warnt vor Betrügern Betrugsmasche mit Dach-Ausbesserung

„Achtung Dachhaie!“ warnt die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen. Der Dachdecker-Innung seien aktuell Fälle von unseriösen Dachausbesserungen bekanntgeworden, mit denen Hausbesitzer abgezockt werden.

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Kreishandwerkerschaft: Arbeiten am Dach immer von Experten ausführen lassen.

Quelle: CH

Göttingen. Frank Grewe, Obermeister der Dachdecker-Innung, berichtet von einem Fall, bei dem zwei vermeintliche Handwerker im Blaumann mit einem Eimer und etwas Werkzeug an der Haustür geklingelt und gesagt hätten, dass das Dach undicht sei. Die Eigentümer hätten sich in dem Fall jedoch nicht darauf eingelassen und darauf verwiesen, dass sie einen Dachdecker hätten. Diesen hätten sie anschließend angerufen. Er besah sich das Dach und konnte keinen Schaden entdecken.

„Diese Personen versuchen eingelassen zu werden, indem sie darauf hinweisen, dass das Dach kaputt sei“, sagt Grewe. „Sie schauen sich dann das Dach von innen an, klopfen hier und da was ab, sagen, dass was gemacht werden muss und dafür kassieren sie dann Geld ab.“ Betroffen wären insbesondere ältere Menschen.

Wie viele Vorfälle es genau sind, sei unbekannt. Bei der Verbraucherzentrale in Göttingen jedenfalls sei noch kein Geschädigter aufgetaucht, so Mitarbeiterin Elke Tiebel. Sie mahnt die Verbraucher aber dennoch zur Vorsicht. Das ist auch Grewes Anliegen: „Wir wollen wachrütteln, weil der Bürger aufpassen muss.“

Wer diese Betrüger sind, lasse sich nicht sagen, so Grewe. „Aber seriöse Firmen sind das sicher nicht.“ Wichtig ist Grewe jedoch der Hinweis, dass es trotzdem auch reisende selbstständige Handwerker gibt, die ganz regulär ihrem Gewerk nachgehen. „Die machen auch ihre Arbeit und die machen sie auch nicht schlecht.“

Deswegen ist es Lutz Weihe vom Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker (BUH) auch wichtig, die sogenannten Haustürgeschäfte nicht pauschal an den Pranger zu stellen. Denn zwischen „betrügerischen Dachhaien und seriösen Haustürgeschäften“ gebe es große Unterschiede. „Der Handwerker darf gar nicht annoncieren und vom Kunden bestellt werden, sondern er darf sein Geschäft nur an der Haustür abschließen. Er unterliegt auch den gleichen Gewährleistungsansprüchen wie andere Gewerke.“

Um sich vor Betrügern zu schützen, empfiehlt Grewe den Hauseigentürmern zunächst zu fragen, um was für eine Firma es sich handelt, bei der die Personen arbeiten. Man solle dann kein Geschäft abschließen, sondern die Firma direkt kontaktieren oder sich bei der Kreishandwerkerschaft informieren, ob diese seriös ist.

Der Unterschied zwischen unseriösen Betrügern und Reisegewerbetriebenden lasse sich ebenfalls ganz einfach feststellen, so Weihe: „Man lässt sich die Reisegewerbekarte zeigen. Die gibt es nur auf Antrag beim Ordnungsamt.“

Das Reisegewerbe

Bekannt, ein Klassiker im Film und übt doch ein echtes Gewerbe aus: der Staubsaugervertreter. Das sogenannte Reisegewerbe umfasst Dienstleistungen und Verkäufe und es steht grundsätzlich allen Gewerken außer denen des Gesundheitsbereichs offen. Ein Schwerpunkt liegt jedoch im Bauhaupt- und -nebengewerbe, so Lutz Weihe vom Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker: Tischler, Zimmerleute, Schreiner, Dachdecker. Handwerker, die ein Reisegewerbe betreiben, unterliegen nicht der Handwerksordnung, sondern der Gewerbeordnung. Sie dürfen nicht für ihre Dienstleistungen werben, sondern müssen ihr Geschäft eigeninitiativ mit dem Endkunden direkt abschließen und das außerhalb einer festen Niederlassung.Das Reisegewerbe ist genehmigungspflichtig. „Die Anträge werden vom Ordnungsamt aufwendig geprüft, ob der Gewerbetreibende zuverlässig ist und man guten Gewissens mit ihm Geschäfte machen kann“, so Weihe. Dazu zählen etwa polizeiliches Führungszeugnis oder ein Auszug aus dem Gewerbezentralregister. Mit der Erlaubnis zur Ausübung eines Reisegewerbes wird eine Reisegewerbekarte ausgestellt, „mit der sich ein seriöser Reisegewerbetreibender immer ausweisen kann“.

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