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Kreishandwerkerschaft wirbt für betriebliches Gesundheitensmanagement

Dachdecker wollen „Fit statt fertig“ sein Kreishandwerkerschaft wirbt für betriebliches Gesundheitensmanagement

Betriebliche Gesundheitsvorsorge ist in den meisten Handwerksbetrieben noch kein Thema, obwohl der Fachkräftemangel spürbarer wird. Mit der Initiative „Fit statt fertig“ will die Kreishandwerkerschaft Südniedersachsen gegensteuern.  Ein Pilotprojekt startete am Freitag beim Göttinger Dachdeckerbetrieb Hampel.

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v.l.: Jörn Wachs (IKK) Simon Richter und Gabriele May .

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Sie tragen mühelos Lasten von bis zu 75 Kilogramm über die Baustelle und arbeiten konzentriert in schwindelerregender Höhe. Doch so richtig gesund fühlt sich keiner der 17 Mitarbeiter von zwei regionalen Dachdeckerbetrieben, die Studentin Svenja Walten für ihre Masterarbeit im Fach Sportwissenschaften befragte. Probleme machen den Handwerkern vor allem der Rücken und die Knie. Die Ergebnisse der Arbeit liegen nun dem Projekt „Fit statt fertig“ zugrunde.

Physiotherapeut Julia Gaidys vom Göttinger Gesundheitsdienstleister Promotio prüfte am Freitag bei den Hampel-Mitarbeitern die Funktion der Wirbelsäule und die Kraft der Beine. In den kommenden Wochen besuchen die Handwerker einen Athletikkurs. Parallel dazu dürfen sie das Fitnessstudio von Promotio nutzen. Bei einem Abschlusstest wird dann der Erfolg überprüft. „Das Projekt soll damit nicht enden“, betont Markus Susmann von der IKK classic. Die Innungskrankenkasse gehört zusammen mit Promotio zu den Partnern der Kreishandwerkerschaft. Zukünftige Themen könnten Stressmanagement oder Ernährung sein.

„Handwerksbetriebe finden zunehmend schwerer qualifizierte Mitarbeiter“, erläutert Kreishandwerksmeister Christian Frölich die Hintergründe des Projekts. Offene Stellen ließen sich nicht wiederbesetzen. Firmen könnten daher Aufträge nicht schnell abarbeiten. Wachstumschancen blieben ungenutzt. „Viele Firmenchefs werden allerdings so stark vom Tagesgeschäft gefordert, dass sie für betriebliches Gesundheitsmanagement den Kopf nicht frei haben“, weiß Frölich. Da Belegschaft jedoch immer älter werde, drohten die Handwerksmeistern eines Tages von einer Häufung der Krankschreibungen „eiskalt erwischt“ zu werden.

„Das Bewusstsein wächst“, betont IKK-Mitarbeiter Susmann. Vor fünf Jahren habe kein einziger Geschäftsführer bei ihm wegen betrieblichen Gesundheitsmanagements angerufen. Mittlerweile gelte Gesundheit im männerdominierten Bauhandwerk aber nicht mehr als Frauenthema. Auch die Beschäftigten wüssten, dass sie wegen des höheren Renteneinstiegsalters länger durchhalten müssten. Selbst aktiv zu werden, falle dem einzelnen aber schwer, meint Hampel-Mitarbeiter Christoph Schabacker. Als Gründe nennt er: „Kein Geld, keine Zeit, keine Lust alleine zu trainieren.“ Das soll sich nun ändern.

Von Michael Caspar

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