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Kreuzburg: „Sind im Budget- und Zeitplan“

Großbaustelle im Göttinger Westen Kreuzburg: „Sind im Budget- und Zeitplan“

Seit 1898 hatte Sartorius seinen Sitz an der Weender Landstraße, jetzt rückt das Ende der Präsenz näher. 2018 soll der endgültige Umzug des Konzerns an den Standort im Göttinger Westen erfolgen, wo die Bautätigkeiten im regen Gange sind.

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Großbaustelle bis 2020: Etwa 250 Arbeiter sind auf der Sartorius-Baustelle im Einsatz.

Quelle: CH

Göttingen. Rund 500 Millionen Euro will der weltweit tätige Pharma- und Laborzulieferer auf dem Gelände zwischen August-Spindler-Straße und Otto-Brenner-Straße („Sartorius-Campus“) zwischen 2012 und 2020 investieren, einen beträchtlichen Part davon in Gebäude. Zwei sind bereits fertig: Das Parkhaus sowie das Warenein- und Ausgangszentrum. Das Gebäude für die Instrumentenfertigung steht größtenteils und soll im Mai oder Juni fertig sein. Was das Verwaltungsgebäude sowie den Haupteingang an der Otto-Brenner-Straße angeht: Hier sind die Erdarbeiten im vollen Gange, die Fertigstellung ist für Ende 2016 geplant.

Die letzte Erweiterungsmaßnahme stellt das sogenannte Forum dar, das zwischen Herbst 2016 und Herbst 2018 auf dem Standort der jetzigen Laborinstrumentenfertigung entstehen soll. Es wird die Marketingabteilung, das neue Betriebsrestaurant für 1000 Mahlzeiten pro Tag sowie Schulungsbereiche  und -labore beherbergen.     

Derzeit sind rund 250 Arbeiter auf den Baustellen tätig, viele davon sechs Tage die Woche. Einige sind bei südniedersächsischen Firmen angestellt, die meisten jedoch nicht, wie Thomas Münter, Leiter der Sartorius-Betriebstechnik, berichtet: „Es gibt in der Region nicht viele Unternehmen, die Projekte von dieser Größenordnung stemmen können.“ Mindestlohn- und Arbeitsschutzgesetz würden penibel eingehalten, es habe noch keinen einzigen schweren Unfall gegeben.

Impressionen von der Großbaustelle

gturl.de/Sartorius

Die Wetterverhältnisse seien bisher sehr günstig gewesen, im Winter 2014/15 sei kein einziger Arbeitstag ausgefallen, im Winter 2015/16 nur eine knappe Woche. Alle Baumaßnahmen gingen und gehen gut voran, lediglich der feuchte Untergrund bereite gewisse Probleme. Sämtliche Bauarbeiten und Umzüge seien so geplant, dass sie keinen Einfluss auf den Fertigungsprozess hätten: „Unsere Lieferzeiten sind die gleichen wie immer.“

2200 Menschen sollen ab 2018 am Standort arbeiten, wobei die Kapazitäten für 3000 reichen. Für eine weitere Expansion ständen Flächen auf dem Parkplatz im Norden sowie eventuell zwischen Autobahnzubringer und Hermann-Kolbe-Straße zur Verfügung: „Es hat erste Gespräche mit der Stadt gegeben“, so Münter.
Weil der Konzern schneller wachse als erwartet, würden Ausbaustufen vorgezogen, berichtet Sartorius-Vorstandsvorsitzender Joachim Kreuzburg. Das mache das Projekt zusätzlich anspruchsvoll: „Umso erfreulicher, dass wir im Budget- und Zeitplan sind.“

Was den Standort an der Weender Landstraße angeht: Nach dem Abriss der Gebäude will der Konzern ihn in enger Kooperation mit Stadt und Universität neu entwickeln. Gemäß Planung eigne er sich – unter anderem – als Fläche für  Forschungs- und Bildungseinrichtungen sowie Hotels und Wohnungen.  

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