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„An den Datenschutz denken die wenigsten“

Kritische Anmerkungen zum Spiel Pokémon Go „An den Datenschutz denken die wenigsten“

„Die Nutzer klicken Ja, Ja, Ja, um schnell Pokémon Go spielen zu können; an den Datenschutz denken die wenigsten“, meint Markus Rall, Vorsitzender des in Dortmund ansässigen Deutschen Instituts für Virtual Reality (DIVR). Rall sprach beim Virtuelle-Realität-Treffen in Göttingen über das Smartphone-Spiel.

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Zum großen Erfolg von Pokémon Go spielen nach Einschätzung Ralls mehrere Faktoren eine Rolle.

Quelle: Lukas Schulze

Göttingen. „Die Spieler erlauben die Weitergabe ihrer Nutzerdaten, was gezielte Werbung möglich macht“, führte Rall vor 50 Zuhörern im Medienhaus an der Göttinger Bahnhofsallee aus. Die Nutzer stimmten dem Zugriff auf ihre Smartphone-Kameras zu. Damit ließen sie sich theoretisch als „lebende Drohnen“ einsetzen. Das Unternehmen könne die Pokémons theoretisch überall dort auftauchen lassen, wo es Fotos benötige. So ließen sich auch Privaträume auskundschaften. Die „Datenkrake“ könne Bewegungsprofile erstellen.

Die Gleichgültigkeit der Nutzer gegenüber solchen Missbrauchsmöglichkeiten erstaunt Rall. „Noch vor ein paar Jahren ist das in Deutschland undenkbar gewesen“, sagte er. 2008 habe er 150 Personen ein vergleichbares Spiel kostenlos zur Verfügung gestellt. Nur zwei hätten es haben wollen. Die anderen seien misstrauisch gewesen, so der Geschäftsführer der 2009 gegründeten Firma viality, einem Pionierunternehmen für virtuelle Realität.

Zum großen Erfolg von Pokémon Go haben nach Einschätzung Ralls eine Reihe Faktoren beigetragen: „Heute verfügt fast jeder über ein Smartphone, die Bandbreiten sind ordentlich, die Akkus leistungsfähig.“ Das Spiel wecke den Jagdtrieb. Bei älteren Nutzern sei wohl auch Nostalgie mit im Spiel. Sie erinnerten sich noch an die vor 20 Jahren erfundenen Figuren.

„Bisher werden die Pokémons nur auf ein Foto projiziert“, sagt Rall. Mit steigender Rechenleistung der Smartphones ließen sich die Wesen in die reale Welt einfügen. Sie könnten sich dann etwa hinter Gegenständen verstecken. In Zukunft werde zudem wahrscheinlich eine Datenbrille das Smartphone ersetzen. Dann würden die Pokémons nicht mehr mit einer Wischbewegung des Fingers über das Display gefangen. Vielmehr schleudere der Nutzer einen fiktiven Ball mit dem Arm auf das virtuelle Wesen.mic

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