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Kurzarbeit bei Jacobi Tonwerke

Hälfte der Öfen in Duderstadt und Bilshausen werden abgeschaltet Kurzarbeit bei Jacobi Tonwerke

Ab Mitte November werden bei der Jacobi Tonwerke GmbH nach und nach knapp die Hälfte der Brennöfen abgeschaltet. Für einen Teil der Mitarbeiter wurde Kurzarbeit angemeldet. Die Produktionsdrosselung soll bis Februar/März 2016 gelten.

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Schornstein der Jacobi-Tonwerke.

Quelle: Thiele

Bilshausen. Als klassische Managementmaßnahme bezeichnet Johannes Leßmann, einer der drei Geschäftsführer bei Jacobi, die Winterabschaltung. Mit der Geschäftsentwicklung sei man zufrieden. „In den vergangenen drei Jahren hatten wir einen guten Produktionsfluss, jetzt müssen wir eine Bestandsanpassung vornehmen. Vor diesem Hintergrund steht die Kurzarbeit.“

Die Herausforderung in der Ziegelproduktion bestehe darin, das Produktionsvolumen möglichst mit dem Absatzvolumen zu synchronisieren, da man aufgrund der Ofentechnologie nur eine eingeschränkte Flexibilität habe. „Einen Ofen hochzufahren, dauert 14 Tage und ebenso lange dauert es, ihn abzuschalten“, so Leßmann. Zudem führe jedes Hoch- und Runterfahren zu einem höheren Verschleiß. Um die Temperaturen bis zu 1000 Grad Celsius auszuhalten, sind in den Öfen Schamottsteine wie in einem Kamin verbaut. Diese können Temperaturen gut aufnehmen und abgeben, sind aber gegenüber Temperaturveränderungen anfällig.

Von daher habe ein Ziegelhersteller wenig Interesse, bei zeitweisen, kleineren Absatzschwankungen die Öfen abzuschalten. So könnten sich aber auch über Jahre Produktionsüberschüsse ansammeln. „Dann kommen irgendwann punktuell auch Abschaltungen infrage“, so Leßmann.

Die Marktentwicklung ist rückläufig, die Tonziegelindustrie mit einem Nachfragerückgang konfrontiert. Der Baubereich wachse zwar stark, doch kämen bei Neubauten aufgrund der stark gestiegenen Baukosten zunehmend günstigere, aber weniger langlebige Bedachungsmaterialien zum Einsatz wie Betondachsteine, Folien oder Bleche. Die Tonziegelindustrie lege ihr Hauptaugenmerk daher auf Bestandsimmobilien und Sanierungen. „Insgesamt gibt es im Markt nicht mehr die Volumina wie vor drei Jahren“, sagt Leßmann.

Die Jacobi Tonwerke beschäftigen derzeit etwa 430 Mitarbeiter. Pro Ofen sind Teams von zehn bis 50 Leuten im Einsatz, neun Öfen hat das Unternehmen insgesamt an seinen drei Standorten in Bilshausen, Duderstadt und Langenzenn. In Bilshausen fährt Mitte November der erste Ofen herunter, Ende November sollen zwei weitere folgen – die Ende Februar und Ende März wieder hochgefahren werden sollen. Ein vierter Ofen soll nur noch im Einschichtbetrieb laufen. In Duderstadt, wo der Ofen seit 2009 ohnehin nur drei bis vier Monate im Jahr läuft, ist noch offen, ob dort 2016 überhaupt gebrannt wird.

Wann die Winterpause beendet sein wird, hinge erfahrungsgemäß von der Witterung im ersten Quartal 2016 ab, so Leßmann. „Haben wir einen milden Winter, dann sind die Dachdecker eher wieder auf dem Dach und dann ist die Kurzarbeit auch schneller weg.“

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