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Landkreis, Stadt Göttingen und Arbeitsagentur investieren 3,5 Mio. Euro, um Jugendliche in den Beruf zu bringen

Über die Region hinausstrahlen Landkreis, Stadt Göttingen und Arbeitsagentur investieren 3,5 Mio. Euro, um Jugendliche in den Beruf zu bringen

Trotz des günstigen Ausbildungsmarkts finden viele Jugendliche in Göttingen keine Lehrstelle. Deshalb investieren Landkreis, Stadt und Arbeitsagentur 3,5 Mio. Euro in ein Projekt, das jungen Menschen mit ungünstigen Perspektiven den Übergang von der Schule in den Beruf erleichtern soll.

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Tobias Broda und Klaus-Dieter Gläser von der Agentur für Arbeit Göttingen mit Bernhard Reuter und Siegfried Lieske (v.l.).

Quelle: EF

Göttingen. Für das Projekt gebe es sowohl eine soziale als auch eine ökonomische Motivation, so Landrat Bernhard Reuter (SPD): „Zum einen wollen wir Jugendlichen, die auf der Schattenseite des Lebens stehen, eine Perspektive geben. Zum anderen wollen wir die Beschäftigungsreserven ausschöpfen, weil viele Firmen dringend Mitarbeiter benötigen.“

Das Projekt, das am 1. November begann, richtet sich an Haupt-, Gesamt- und Förderschüler der achten bis zehnten Klasse und soll sich über fünf Jahre hinziehen. Es bietet 210 Plätze, wobei freiwerdende Plätze jeweils mit einem neuen Schüler besetzt werden. Die Hälfte der Kosten trägt die Agentur, die andere Hälfte verteilt sich auf Stadt (120 Plätze) und Landkreis (90 Plätze). Die Stadt hat sechs Sozialpädagogen-Stellen für das Projekt geschaffen, der Landkreis viereinhalb. Das Verhältnis Jungen zu Mädchen beträgt etwa zwei zu eins, der Migrantenanteil ist überdurchschnittlich hoch.

Die Betreuer unterstützen in Kooperation mit der Berufsberatung und der Jugendberufshilfe, aber auch mit Schulen und Eltern die Jugendlichen bei Berufsabschluss und Berufseinstieg. Göttingens Schul-Dezernent Siegfried Lieske (Grüne) betonte, dass ein großer Pluspunkt des Programms seine Kontinuität sei: „Weil Sozialpädagoge und Jugendlicher über so viele Jahre miteinander zusammenarbeiten, kann sich zwischen ihnen eine echte Beziehung aufbauen.“ Dazu komme, dass die Jugendlichen fortlaufend betreut würden, das heißt, ohne Unterbrechungen, die einen Rückfall in vergangene Verhaltensmuster begünstigen könnten. Lieske machte auch klar, was nicht Ziel des Projekts sei: nämlich Jugendliche möglichst lange in der Schule zu halten. „Wir sagen nicht: erst Hauptschule, dann Realschule und schließlich Gymnasium. Wir sagen: ein Abschluss und anschließend eine qualifizierte Berufsausbildung.“

Die Investition in ein solches Projekt sei alles andere als gering, so Reuter, werfe jedoch eine hohe Rendite ab: „Es ist günstiger, jetzt in einen jungen Menschen zu investieren, als ihn später jahrelang als Kunden im Jobcenter zu haben.“ Darüber hinaus dürfe man nicht vergessen, um was es jenseits aller ökonomischen Erwägungen eigentlich gehe: „Um Menschen.“

Arbeitsagentur-Chef Klaus-Dieter Gläser sprach zum Abschluss von einem „Leuchtturm-Projekt“, von dem er hoffe, dass es über die Region hinausstrahlen wird. Denn bislang ist es niedersachsenweit einmalig.

Von Hauke Rudolph

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