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Landwirte in der Region unter Druck

Umsatzminus bis zu 45 Prozent Landwirte in der Region unter Druck

Preisverfall, Konkurrenz durch internationale Agrarmärkte und jetzt das Umsatzminus von 45 Prozent – Gerhard Schwetje, Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, spricht sogar von „Existenzgefährdung“. Auch die landwirtschaftlichen Betriebe in der Region Göttingen stehen unter Druck.

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Krise auch bei Ferkelerzeugern: wenig Betriebe arbeiten zurzeit rentabel.

Quelle: DAPD

Göttingen. „Die Situation ist angespannt“, sagt Kreislandwirt Hubert Kellner. „Wir dachten alle, bis Weihnachten bessert sich das, aber es wird immer schlimmer.“ Nach dem Minus von 45 Prozent im Wirtschaftsjahr 2014/2015 erwartet der Kreislandwirt ein neues Rekordminus im aktuellen Wirtschaftsjahr.

 
„Gibt es keine Erholung, wird das wohl noch heftiger.“  Die Auswirkungen auf die Landwirte der mehr als 600 Agrarbetriebe der Region Göttingen? „Viele stellen jetzt Investitionen zurück und warten erst mal ab“, so Kellner. „Es heißt ja immer: Spare in der Zeit, dann hast du in der Not, so halten sich viele Betriebe über Wasser.“ 

Jeder Betriebsleiter sei jetzt gefragt zu handeln, sagt der Kreislandwirt. „Ist der Betrieb in Schieflage, sollte man lieber frühzeitig das Gespräch mit der Bank suchen, um zum Beispiel ausstehende Darlehensrückzahlungen auszusetzen. Bloß nicht warten, bis das Kind in den Brunnen gefallen ist.“

 
Besonders heftig trifft es laut Kellner, der selbst Ferkelerzeuger ist, diejenigen, die erst kürzlich investiert haben, die Investition aber noch nicht abgeschrieben ist. Betriebserweiterungen, wie zum Beispiel neue Ställe oder Mastanlagen, könnten Landwirte jetzt teuer zu stehen kommen, weil sie in diesen wirtschaftlich schwachen Zeiten nicht genug Gewinn erwirtschaften, um rentabel betrieben zu werden.

 
Auch gebe es bei neuen Anlagen immer mehr Tierschutzauflagen, erklärt Kellner. „Man muss dann ins Tierwohl investieren, aber die Verbraucher sind nicht bereit, am Ende mehr zu zahlen“, kritisiert er. Angewiesen sind die Landwirte außerdem auf den Export. „Nur etwa 75 Prozent eines Schweins werden auf den deutschen Markt gebracht. Die restlichen 25 Prozent, fette Schweinebäuche, Füße und ähnliches, werden exportiert.“ Zum Beispiel nach Russland. Als Reaktion auf die EU-Sanktionen nach der russischen Besetzung der Krim-Halbinsel hat Russland allerdings einen Einfuhrstopp für Nahrungsmittel verhängt. Mit deutlichen Auswirkungen für Deutschland, wie der Deutsche Bauernverband analysiert hat: von 1,8 Millarden Euro seien die deutschen Agrarexporte auf 0,9 Milliarden halbiert worden.

 
„Und jetzt hat NATO-Mitglied Türkei auch noch einen russischen Kampfjet abgeschossen“, sagt Kellner. „Also gehen die Streitigkeiten wohl weiter.“

 

Von Benjamin Köster

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