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„Leicht überdurchschnittlich“

Diskussion über Landwirtschaft in Göttingen „Leicht überdurchschnittlich“

Die Gerstenernte  – und damit die Getreideernte in Niedersachsen – beginnt. Wird es eine gute oder eine schlechte Saison? Darum hat sich eine Diskussion unter Landwirtschaftsfachleuten im Hotel Freizeit In gedreht. Jürgen Hirschfeld erwartet eine „leicht überdurchschnittliche“ Ernte.

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Begutachten den Weizen von Rolf Bartens (linke Reihe, vorletzter) bei  Hetjershausen: Landwirte aus Niedersachsen treffen sich zur Diskussion in Göttingen.

Quelle: bib

Göttingen. Zwar gebe es, so der Vorsitzende im Ausschuss Pflanzenproduktion im Landvolk Niedersachsen, ein in Niedersachsen Gegenden (beispielsweise der Bereich Rothenburg), in denen 80 Prozent des Roggens am Boden liegen, aber es gebe auch „sehr, sehr, gute Bestände“. Was die Qualität des Getreides angehe, darüber könne man zur Zeit noch keine Angaben machen.  „Die erste Wintergerste kommt gerade erst rein, in drei Wochen wissen wir mehr“.

Die Qualität ist aber nicht das dringendste Problem der norddeutschen Bauern. „Wir wünschen uns bessere Preise“, sagte Werner Hilse, Präsident des Landvolkes Niedersachsen. Derzeit erhalten die Bauern etwa 140 Euro für eine Tonne Weizen. Ein Preis, der, deutlich unter den Produktionskosten liegt. Sicher ist, der Weizenpreis, den die Landwirte bekommen, ist so tief wie lange nicht mehr, rund 30 Euro müssten den Fachleuten zur Folge sie pro Tonne mehr bekommen, um noch etwas daran zu verdienen.

„Nur beim Raps sind noch Margen drin“, so  Stephan Weiterer als Vertreter des Bundesverbandes der agrargewerblichen Wirtschaft. „Wenn wir derzeit etwas von der neuen Ernte vorab verkaufen, dann Raps.“ Neuen Weizen verkaufe bei diesen Preisen kaum jemand. „Warum sollte ein Landwirt jetzt schon Verluste fixieren?“ Das alles kennzeichne den Markt. Mehr als die Hälfte des 2016er Rapses seinen bereits verkauft, vom Weizen maximal 20 Prozent. Er befürchtet: „Der Tiefstpunkt der Preise ist noch nicht erreicht.“

Hirschfeld warnte vor überzogenen Hoffnungen bei der Rapsernte. „Noch ist er nicht im Silo“, sagte er.  Es könne noch einiges passieren, deshalb sollten Landwirte nur Verträge in dem Rahmen abschließen, in dem sie auch wirklich liefern können. „Uns fehlt ja die Sonneneinstrahlung“, sagte er weiter.

Zum geplanten TTIP-Abkommen mit den USA sagte Alfred Reisewitz von dem genossenschaftlichen Handelsunternehmen Agravis, dass es auf den Weizenhandel in Niedersachsen nur geringe Auswirkungen haben werde. Der Markt sei bereits überfüllt.  Das bestätigte auch  Franz Engelke als Vertreter der Mühlenwirtschaft. „Die Amerikaner sind auf diesem Gebiet keine Konkurrenz, sie sind nicht wettbewerbsfähig.“ Er ist der Meinung, „die Ernte, die uns bevorsteht wird so, wie sie in den vergangenen Jahren auch war.“

Im Anschluss an die Diskussion nahmen die Experten noch an einer Getreiderundfahrt teil.

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