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Lehrgeld fürs Seefrachtgeschäft gezahlt

Göttinger Zufall Logistics Group präsentiert Geschäftsbilanz 2015 Lehrgeld fürs Seefrachtgeschäft gezahlt

Im Geschäftsjahr 2015 verzeichnete die Göttinger Zufall Logistics Group ein Umsatzwachstum von 3,7 Prozent auf 286,2 Millionen Euro. Mit dem Gesamtergebnis sei man zufrieden, so Geschäftsführer Peter Müller-Kronberg - allerdings nicht mit dem See- und Luftfrachtgeschäft.

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Zufall--Chefs (v.l.) Jürgen Wolpert, Peter Müller-Kronberg und Michael Tillner.

Quelle: sg

Göttingen. „Wir wollten das Geschäft mit der Luft- und Seefracht mit Nachdruck vorantreiben“, so Geschäftsführer Michael Tillner. „Aber das ist uns nicht gelungen.“ Der Umsatz brach gegenüber dem Vorjahr 2014 um 43,8 Prozent oder zehn Millionen Euro ein und lag Ende 2015 bei 12,9 Mio. Euro. Die eigenen Ziele habe man „krachend verfehlt“, sagte Tillner offen.

Man habe insbesondere im Seeverkehr feststellen müssen, dass man etwa auf kurzfristige Anfragen aufgrund des eigenen Erfahrungsmangels in dem Geschäft noch zu langsam reagiere. Zudem müsse man sich auch erst einen Namen und damit Vertrauen erarbeiten, so Tillner. Ebenso sei zu beobachten, dass sich die großen der Branche inzwischen auch vermehrt um kleine Aufträge bemühten.

Vom Luft- und Seefrachtgeschäft trennen will man sich jedoch nicht, stattdessen wird eine nachhaltige Wachstumsstrategie verfolgt, die einen langen Atem. Denn Zufall verstehe sich als logistischer Komplettanbieter, zu dem das neue Geschäftsfeld dazugehöre, sagt Tillner.

Wichtiger Baustein für das Seegeschäft soll die zum Januar 2016 vollzogene Übernahme der beiden Hamburger Seefrachtspezialisten Team Trans Hamburg und Team Trans Logistik sein. Damit verfüge man über einen eigenen und international anerkannten Standort direkt am Hamburger Hafen, gleichzeitig habe man so Zugang zu großartigem Know-how und einem verzweigten Kunden- und Partnernetz gewonnen.

Der Geschäftsbereich Kontraktlogistik hat sich mit einem Umsatzwachstum von 9,4 Prozent hingegen weiter sehr gut entwickelt: 2015 lag der Umsatz bei 44,9 Mio. Euro. Das strategisch wichtige Marktsegment werde auch in Zukunft an Bedeutung gewinnen und es werde komplexer, so Geschäftsführer Jürgen Wolpert. So lagere, prüfe und versende man etwa seit April 2016 einen neuen Notrufstecker für Kraftfahrzeuge an die Kunden von etwa 40 Kfz-Versicherungen - alle jeweils in der versicherungsspezifischen Verpackung und personalisiertem Anschreiben.

Noch stärker entwickelte sich der Bereich der Expresslieferungen hauptsächlich für die Automotivebranche: Hier gab es bei der mittelständischen Kooperation Night Star Express ein Umsatzplus von 24,8 Prozent auf 30,9 Mio. Euro.

Für das laufende Geschäftsjahr rechnet Müller-Kronberg gegenwärtig mit einem Wachstum von etwa zwei Prozent. Wichtige zukünftige Aufgabe sei, Anteile im E-Commerce-Markt zu gewinnen.

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